Mehr Sicherheit für Ennser Radfahrer
ENNS. Wer am vergangenen Samstag in Enns unterwegs war, hat eine ganz besondere Radfahrgruppe getroffen. Die Mitglieder des Ennser Mobilitätsausschusses trafen sich, um die Situation für Radfahrer gemeinsam zu „erfahren“.

Sieben Mitglieder aller Fraktionen nahmen sich am Wochenende Zeit und befuhren das Ennser Radwegenetz. Bei ihrer Besichtigungstour wurde Augenmerk auf Sicherheit, Durchgängigkeit und Befahrbarkeit des Ennser Radwegenetzes gelegt. Die Route führte von der Stadthalle über die Stadlgasse, Lorcherstraße, Mitterstraße, Kristeiner Straße nach Asten und wieder zurück nach Enns, wo nach zweieinhalb Stunden der Hauptplatz erreicht wurde.
Bessere Radwege für Enns
Das von der Firma Komobile (Büro für Verkehrsplanung in Gmunden) vorgelegte Radwegekonzept war Basis für die gemeinsame Arbeit der Gemeindevertreter. Stadtrat Gunnar Fosen sieht in dieser Aktion einen wichtigen Schritt, um die Situation der Radfahrer weiter zu verbessern. „Wir treffen Entscheidungen nicht am grünen Tisch. Wir wollen direkt vor Ort kennenlernen, wie die Situation von Verkehrsteilnehmern in Enns ist“, so Verkehrsstadtrat Fosen.
Bei der Befahrung wurden einige Mängel im Radwegenetz festgestellt. Um vom Stadtzentrum in die Einkaufszentren am westlichen Stadtrand zu gelangen, ist aktuell ein kleiner Spießrutenlauf nötig. Mehrmals muss die alte B1 überquert werden, was in diesem Bereich nicht ganz ungefährlich ist. Hier sind Verbesserungen nötig, um gefahrlose Einkaufsfahrten mit dem Rad zu tätigen. Die Hoflehner Straße verbindet Enns mit Volkersdorf. Auch hier wäre ein Radweg sinnvoll, da es hier immer wieder zu gefährlichen Begegnungen mit Autos kommt. In der Mitterstraße soll in absehbarer Zukunft ein Radweg realisiert werden, der das Ennser Stadtgebiet mit der Ortschaft Enghagen verbindet und somit die Lücke zum Donauradweg schließt.


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