ENNS. Umweltstadtrat Michael Reichhardt, Sprecher der Grünen Enns, kritisiert das geplante Gewerbegebäude nahe dem Ennshafen.

Die Firma Panattoni, Projektentwickler für Gewerbeimmobilien, hat von der Gemeinde Enns ein Grundstück nahe dem Ennshafen gekauft, um darauf auf einer Grundstücksfläche von 65.000 Quadratmetern ein großes Gewerbegebäude, den Panattoni Park, zu errichten (Tips, KW 43).
Kritik an diesem Großprojekt kam von Michael Reichhardt, Umweltstadtrat und Sprecher der Grünen Enns. Das Ausmaß der Flächenversiegelung, fehlendes Leerstandsmanagement und ein zu erwartendes heftiges Verkehrsaufkommen sind die Hauptkritikpunkte. Reichhardt: „Wieder einmal wurde mit dem Arbeitsplatzargument die so große Dringlichkeit einer gigantischen Bodenversiegelungsaktion gerechtfertigt. Da stört es auch nicht, dass es noch keine fixen Mieter gibt und schon jetzt eine riesige Logistikhalle im Ennshafen leer steht. Ich bin nicht gegen Wirtschaft, aber für das Grundstück hätte es bessere Verwendung gegeben. Mit der neuen Donaubrücke steigt das Verkehrsaufkommen auch auf der B1 weiter. Sich eine weitere Verkehrsattraktion in das Hafengebiet zu holen, ist da schwer zu verstehen. Enns braucht lokales Gewerbe und eine echte Verkehrsentlastung.“
Auf diese Kritik angesprochen erklärt Jürgen Winklbauer, Managing Director bei Panattoni Austria: „Das Projekt zur Entwicklung des Panattoni Park Ennshafen ist sowohl mit der Stadt Enns als auch mit dem Land Oberösterreich eng abgestimmt. Dazu gehört nicht nur der Umfang des Vorhabens, sondern auch das Nutzungskonzept und die Ansiedlungsfaktoren. Mit den kommunalen Partnern stehen wir während der gesamten Durchführungsphase in kontinuierlichem Austausch und Dialog.“


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