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ST. VALENTIN. Einen offenen Brief richteten die Grünen und die FPÖ an die Gemeinderatsmitglieder mit dem Appell, dem Verkauf eines Grundstücks für die Errichtung eines Amazon-Logistikzentrums nicht zuzustimmen. Laut Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr ist dieser Brief noch nicht angekommen.

Grundstück und Anrainer (Foto: mott)
Grundstück und Anrainer (Foto: mott)

Am 14. November findet die Abstimmung über den städtebaulichen Vertrag mit den Firmen Fraktal und Amazon im St. Valentiner Gemeinderat statt. In einem offenen Brief appellieren die FPÖ Westwinkel und die Grünen St. Valentin an alle Gemeinderatsmitglieder, den Vertrag nicht zu unterschreiben.

Grundwerte

So steht in dem Brief, den Stadtrat Bernd Steiner für die Grünen und Gemeinderat Johannes Lugmayr für die FPÖ unterschrieben haben: „Eine Ansiedelung der Firma Amazon/Fraktal ist nicht nur moralisch abzulehnen, es widerspricht unserer Meinung nach auch den Grundwerten unserer Stadtgemeinde. Als klimafreundliche Stadt, die sich neben zahlreichen Umweltprojekten, der Müllreduzierung, einem Ausbau von Zukunftstechnologien, der Stärkung der Arbeitnehmer und der Förderung des regionalen Wirtschaftsraumes mit dem Vorzeigeprojekt ,Westwinkel einsetzt, haben wir als Vertreter der Stadtgemeinde die Pflicht, diese Grundwerte zu schützen.“

Tafelsilber

Kritisiert wird auch, dass mit dem Grundstück das letzte Tafelsilber verkauft würde: „Bei der zum Verkauf stehenden Fläche handelt es sich um eines der letzten Grundstücke im Eigentum der Stadtgemeinde. Wichtiger Ackerboden, der neben der Produktion von Lebensmitteln natürlich auch der finanziellen Absicherung dient. Unser letztes Tafelsilber verkaufen zu wollen, nur um das derzeit angespannte Budget zu entlasten, ist kein Plan mit Weitblick. Wir würden den zukünftigen Generationen jeden Spielraum für neue Innovationen und Ideen nehmen, die Sie im Wohle der St. Valentiner umsetzen möchten. “

Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (SPÖ) sagte, sie könne zu dem Brief keine Stellungnahme abgeben, denn sie habe ihn nicht bekommen. Auch die Gemeinderatsmitglieder hätten ihn noch nicht erhalten. Zur Bürgerinitiative habe sie eine gute Gesprächsbasis.


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