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ENNS. Gerhard Riedl verfasste einen Leserbrief zum Thema Frieden.

 (Foto: mott)
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Für die meisten ist das Jahr 2024 mit dem Gedanken eines Friedenswunsches ausgerüstet – Die Essenz des Lebens ist Gesundheit und Friede! Nun versprach knapp vor Jahreswechsel der Bildungsminister im Hinblick auf den Nahostkonflikt mehr Geld für ExpertÍnnen im Kampf gegen Antisemitismus einzusetzen. Solche Anordnungen, um gegenüber Israels Führung keine Kritik aufkommen zu lassen, verhindern eine unabhängige Bewusstseinsbildung der Jugendlichen. Gräueltaten, wie sie im letzten Jahr zwischen Russland und der Ukraine sowie zwischen Palästina und Israel entstanden sind, sind ein Bärendienst zu Gunsten der Rechtsradikalen. Obwohl eine solche Gesinnung selbst hervorragend in der Manipulation ist, sehen sie in solchen staatlichen Weisungen eine Beeinflussung der Objektivität. Eigentlich braucht es für ein friedvolles Zusammenleben keine Experten. Bereits vor dem Holocaust der Nationalsozialisten wusste man sehr viel über Vorurteile gegenüber Juden. Aber damals gab es keine Wahl an politische Parteien und keine Demokratie, sodass der Jude Leichtens als Feind in den Verruf gebracht werden konnte. Die sogenannten Eliten förderten die Verschmähung der Religion und begegneten dem Hass an der jüdischen Tradition durch Sticheleien.Als Botschaft an die Jugend sagte der KZ Überlebende Aba Lewit, vor sieben Jahren: „Sie sollen bedenken, dass sie Menschen sind. Das ist das Einzige. Sie sollen menschlich sein“. Dieser brennende Wunsch des damals 94-jährigen wurde in das Mahnmal vor Faschismus und Nationalismus an der B1 Wienerstraße / alte Steyrerstraße eingearbeitet. Offene Karten braucht es, um den Nationalismus nicht zu stärken, der sich in der Geschichte stets von „Schutzmaßnahmen“ ernährt. Was wirklich zählt, ist Wahrnehmung, Verständnis und ein Nachempfinden. Es ist das angeborene Mitgefühl der Menschen, was zählt.

Gerhard Riedl, Enns

Meinungen in Leserbriefen müssen sich nicht mit denen der Redaktion decken. Wir behalten uns vor, Briefe aus Platzgründen zu kürzen.

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