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Reinhard Obermayr in seinem Tierwohlstall in Kematen/Krems (Foto: OÖ Bauernbund)
Reinhard Obermayr in seinem Tierwohlstall in Kematen/Krems (Foto: OÖ Bauernbund)

NIEDERNEUKIRCHEN. Der OÖ Bauernbund Linz Land fordert: Der Lebensmittelhandel und die Konsumenten müssen sich zur österreichischen Landwirtschaft, zur österreichischen Qualität, bekennen.

Zwischen dem tatsächlichen Kaufverhalten und dem Wunsch der Konsumenten nach Lebensmitteln mit hohen Tierwohl- und Ökostandards gibt es Widersprüchlichkeiten.

Hohe Produktionsstandards

„Unsere bäuerlichen Familienbetriebe erzeugen Lebensmittel zu extrem hohen Produktionsstandards und heben sich damit nicht nur von Drittländern, sondern auch von vielen EU-Ländern deutlich ab. Das trifft auf sämtliche Produktionsrichtungen, wie Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Geflügel, Gemüse, Obst aber natürlich auch auf den Ackerbau zu“, so Johannes Gruber, Bauernbundbezirksobmann von Linz/Linz-Land.

Tierwohl- und Ökostandards

Österreichische Lebensmittel finden sich im Regal neben Lebensmittel aus anderen EU-Ländern bzw. auch aus Drittstaaten, welche häufig zu niedrigeren Tierwohl- und Ökostandards produziert wurden. Das trifft etwa auch, wie jüngst eine Untersuchung zeigte, auf billiges Putenfleisch, welches unter tierquälerischer Haltung in Italien erzeugt wurde, zu. Weiters belegt eine Studie des AK-Konsumentenschutzes Oberösterreich von 2023, dass bei rund drei Viertel der Proben (importiertes Obst und Gemüse aus Drittstaaten) Wirkstoffrückstände gefunden wurden, die in der EU verboten sind.

 Stolz auf heimische Lebensmittel

„Wir Bäuerinnen und Bauern können zu Recht stolz auf unsere produzierten Lebensmittel sein. Der Lebensmittelhandel stellt jedoch immer höhere Ansprüche und teils auch Vorgaben an die heimischen Bauern, die sich aber nicht in einem fairen Produktpreis niederschlagen. Was es braucht, ist das Bekenntnis des Handels und der Konsumenten zur österreichischen Qualität. Denn jede Firma gerät in eine finanzielle Schieflage oder gar in die Pleite, wenn Dinge, wie z.B. Tierwohlfleisch erzeugt, aber nicht gekauft werden“, betont Reinhard Obermayr, Schweinebauer mit Tierwohlstall aus Kematen, und appelliert an die Konsumenten ganz bewusst zu österreichischer Qualität zu greifen.


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