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MOSTVIERTEL. Das westliche Mostviertel hat ein dichtes Netz an VOR-Buslinien. Allerdings sieht man viele Busse ohne Fahrgäste ihre Runden drehen. Mit dem VORflex-System können die Passagiere gezielter bedient werden.Infos zu VOR Flex: kundenservice@flex.vor.at Buchung: AST-Hotline 0800 222322 oder VOR Flex App

Fahrten ohne Fahrgäste lassen sich nicht vermeiden (Foto: Josef Bollwein/Flashface)
Fahrten ohne Fahrgäste lassen sich nicht vermeiden (Foto: Josef Bollwein/Flashface)

Insbesondere im Raum St. Valentin sieht man oft Busse ohne Passagiere die Routen abfahren. Oft lässt sich das nicht vermeiden, erklärt VOR-Pressesprecher Georg Huemer. So gebe es Tageszeiten, zu denen Busse überlastet sind und andere mit wenigen Passagieren. Der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) will dennoch auch in Schwachzeiten am Taktverkehr festhalten, um den Kunden ein verlässliches Grundangebot zu bieten. Das zähle zu den sozialen Aufgaben des VOR.

Gemeinden fordern Werbemaßnahmen

Eine wichtige Verbindung zwischen den Gemeinden St. Valentin, St. Pantaleon-Erla, Ennsdorf und Enns ist die Buslinie 616. Dieser Bus ist noch nicht so ausgelastet, wie er sein könnte. Daher haben sich Vertreter dieser Gemeinden an den VOR gewandt, um einerseits Werbemaßnahmen für den Bus 616 zu fordern und andererseits ihre Unterstützung dabei anzubieten. Ennsdorfs Bürgermeister Daniel Lachmayr (SPÖ) hebt die Teilstrecke Bahnhaltestelle Pyburg – Betriebsgebiet Ennshafen hervor. Diese sei für Pendler, die mit der Donauuferbahn anreisen, ideal. Die Busse sind mit den Ankunftszeiten der Züge aus dem Mühlviertel getaktet und könnten die Pendler direkt in den Ennsdorfer Teil des Ennshafens bringen. Auch für die Rückfahrt seien Fahrpläne des Busses 616 mit den Zügen der Bahnhaltestelle Pyburg abgestimmt.

Zwangspunkte

Georg Huemer erklärt, dass der Takt der Busse sich nach sogenannten Zwangspunkten richte. Diese sind die Schulzeiten, die Umstiegspunkte und die für Pendler relevanten Zeiten. Diese drei Bedürfnisse sind nicht zu 100 Prozent unter einen Hut zu bekommen.

Dazu kommt, dass der Verkehrsverbund Ostregion die Busse immer für sechs Stunden bucht. In den Zeiten, für die der Bus gebucht ist, solle er auch fahren, zumal er nicht stehen bleiben könne, wenn alle Fahrgäste – zum Beispiel bei einer Schule – ausgestiegen sind und die Route weiter geht. Ebenso gilt es, die Fahrzeiten und die Pausenzeiten für die Fahrer zu bedenken.

Natürlich ist der Dieselverbrauch der Busse genauso zu bedenken.

Eigenständige Unternehmen

Dazu ist interessant zu wissen, dass der VOR die Busse nicht selbst betreibt. Der VOR ist für die Routen zuständig und er gestaltet das Angebot und die Fahrpläne. Dann erfolgt eine Ausschreibung und die Bestbieter bekommen den Zuschlag. Auch wenn die Busse das VOR-Branding tragen, werden sie doch von eigenständigen Unternehmen betrieben.

VOR Flex Mostviertel West

Mit einem System, das gerade im Entstehen ist, soll genauer auf die Bedürfnisse der Fahrgäste eingegangen werden: mit dem VOR Flex Mostviertel West. Dies ist eine Weiterentwicklung der Anrufsammeltaxis und wird mit elektrisch betriebenen Kleinbussen befahren. Die Region Mostviertel West wird als Pilotregion geführt.

Ein VOR Flex-Anrufsammeltaxi holt die Fahrgäste bei einer der 400 Sammelstellen ab und bringt sie zu jeder beliebigen Sammelstelle im Bediengebiet.

Pilotregion

Das derzeitige Bediengebiet umfasst die Gemeinden St. Georgen am Ybbsfelde, Zeillern, Oed-Öhling, Wallsee-Sindelburg, Strengberg, Ardagger, Viehdorf, Neustadtl an der Donau, Biberbach, Haag, Seitenstetten, Wolfsbach, Aschbach-Markt. Die VOR Flex Fahrzeuge verkehren überall dort, wo es keinen entsprechenden Linienverkehr – also Linienbusse oder Bahnen – gibt, von Sammelstelle zu Sammelstelle. In der Region gibt es insgesamt 400 solcher Sammelstellen.

In St. Valentin befinden sich an den VOR-Haltestellen auch schon VOR Flex Tafeln. Laut VOR ist St. Valentin noch nicht im Netz und die Tafeln seien für eine Funktion in der Zukunft aufgestellt worden.

Alle bestehenden Bushaltestellen werden in der Pilotregion als externe VOR Flex Sammelstellen angefahren. Auch die Fahrt von externen Sammelstellen zurück in die VOR Flex Pilotregion ist möglich.

Fahrzeug buchen

Fahrgäste müssen spätestens eine Stunde vor der gewünschten Abholzeit das Fahrzeug buchen. Dies funktioniert entweder per Telefon oder über die VOR Flex App. Bezahlen kann man entweder per Kreditkarte oder beim Fahrer.

Die konkrete Abholzeit durch das VOR Flex Anrufsammeltaxi wird während des Buchungsvorganges bekannt gegeben. Manchmal werden den Fahrgästen auch alternative Fahrmöglichkeiten vorgeschlagen, wenn etwa zeitnah ein Linienbus oder ein Zug fährt, wenn der Bahnhof in der Nähe ist.


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