Wunsch nach eigener Mittelschule in Asten wird größer
ASTEN. Der Wunsch nach einer eigenen Mittelschule in Asten wird immer größer. VP-Gemeindevorstand Stefan Lennert kündigte kürzlich in einer Presseaussendung konkrete Planungen für den Schulzubau an, inklusive eines Zeitplans und einer geschätzten Schülerzahl. SP-Bürgermeister Karl Kollingbaum betont, dass sich das „Projekt“ noch in einer frühen Phase befindet.

„Es gab erste Vorgespräche, oder Absichtsgespräche, nennen wir es einmal so“, erklärt der Ortschef. „Aber es gibt weder einen Plan noch ein Projekt in dem Sinn – und schon gar keinen Standort.“ Auch ein positiver Bescheid der Bildungsdirektion und eine Festlegung durch das Land Oberösterreich stehen noch aus. „Erst wenn ein Baubeschluss gefasst wird, gibt es auch ein 'Projekt.'“
Bevölkerungsentwicklung
Die Marktgemeinde Asten wächst stetig: Von rund 3.400 Einwohnern im Jahr 1981 auf aktuell über 7.000. Mit dem möglichen Bau einer neuen Mittelschule soll auf den steigenden Bedarf durch den starken Bevölkerungszuwachs reagiert und langfristig mehr Platz für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. „Die Volksschule ist bereits überfüllt, teilweise wird in Containern unterrichtet“, heißt es in der ÖVP-Aussendung. Ein Kinderhaus für die Kleinsten ist gerade im Entstehen.
Laut ÖVP sollen in der neuen Mittelschule künftig rund 300 Kinder Platz finden; der Baustart sei „möglich“ zwischen 2027 und 2028. Dass eine Schule vor Ort dringend nötig ist, bezweifelt die Gemeindeführung nicht. „Wir möchten dieses Projekt – auch Landeshauptmann-Stellvertreterin und Bildungsreferentin Christine Haberlander möchte, dass es in Asten umgesetzt wird“, sagt Kollingbaum. Doch der Bürgermeister mahnt aus Erfahrung mit früheren Bauvorhaben zur Geduld: „Das wird nicht so schnell vonstattengehen. Beim Kinderhaus hat die Umsetzung fünf Jahre gedauert.“ Die Gespräche, allen voran über die Suche nach einem geeigneten Grundstück, sollen im Herbst weitergeführt werden.


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