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Mit Kunst und Zuversicht: Ennserin und Ofteringer erfolgreich bei Weltmeisterschaft im Reden

Maya Lauren Matschek, 19.09.2025 11:00

ENNS/OFTERING. Zwei Persönlichkeiten aus Linz-Land haben beim International Speaker Slam in Wiesbaden (DE) bleibende Eindrücke hinterlassen. Während die gebürtige Ennser Künstlerin Helene Huemer den ersten Platz in der Kategorie Kunst & Innovation holte, wurde der Ofteringer Leadership-Experte Jens Kramny mit dem Excellence Award ausgezeichnet – und beide schreiben damit ihre Erfolgsgeschichten fort.

  1 / 2   Helene Huemer ist freischaffende Künstlerin und Keynote-Speakerin aus Enns. Mittlerweile lebt sie in ihrer Wahlheimat Linz und hat dort auch ihr eigenes Atelier. (Foto: Justin Bockey)

Mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Kunst, Handwerk und Wirtschaft hat die Künstlerin und Keynote-Speakerin Helene Huemer beim internationalen Speaker Slam in Wiesbaden überzeugt. Vor mehr als 170 Teilnehmenden aus aller Welt sicherte sie sich den ersten Platz in der Kategorie Kunst & Innovation.

In vier Minuten zum Sieg

Der Speaker Slam, bekannt als „Weltmeisterschaft im Reden“, gibt jedem Bewerber exakt vier Minuten Zeit, um Jury und Publikum zu begeistern. Huemer nutzte diese Minuten, um ihr Herzensthema zu präsentieren: Kreativität als Motor für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung. Mit persönlichen Geschichten, künstlerischen Impulsen und praktischen Beispielen aus ihrer Arbeit spannte sie den Bogen zwischen Kunst und Unternehmertum.

Kunst trifft Wirtschaft

„Meine Motivation war, Kreativität als innovatives Beispiel in Regionen und Unternehmen hineinzutragen – und sichtbar zu machen, dass sich Kunst und Wirtschaft gegenseitig befruchten können“, betont Huemer. Die Resonanz war enorm: Noch während des Wettbewerbs konnte sie rund 30 neue Mitglieder für ihren internationalen Expertenrat für Kreativität, Handwerk und Innovation gewinnen – darunter Führungskräfte, Unternehmer, Handwerksmeister und sogar eine Psychologin.

Von der Bühne in die Praxis

Huemer sieht in der Verbindung von Kunst und Business nicht nur eine Bühne für inspirierende Reden, sondern auch ein Werkzeug für ganz praktische Umsetzungen: Kreativitätstrainings in Unternehmen, Teambuilding-Prozesse und regionale Entwicklungsprojekte. So arbeitet sie aktuell etwa mit einem Tourismusverband in Obertauern zusammen, wo sie eine Sommerakademie entwickelt hat. Ziel: die Region in ruhigeren Monaten neu beleben, Mitarbeitende motivieren und kreative Methoden in die Praxis bringen.

Interaktion statt Theorie

„Es geht darum, wie man mit kleinen Kreativübungen während der Arbeitszeit neue Perspektiven öffnet, Blockaden löst und frische Energie freisetzt“, erklärt sie. Dass Kreativität dabei nicht abstrakt bleibt, sondern unmittelbar spürbar wird, zeigte sie auch in Wiesbaden: Mit direkter Interaktion und persönlichen Anekdoten zog sie ihr Publikum in den Bann.

Kreative Aussichten

Neben der Speaker-Bühne ist Huemer weiterhin als bildende Künstlerin international tätig. Ihre Projekte reichen von Keramik-Ausstellungen in den USA bis hin zu performativen Arbeiten mit Luftskulpturen. Ihre nächste große Bühne wartet bereits: Am 19. Oktober wird sie als Keynote-Speakerin beim ersten Treffen des internationalen Expertenrats für Kreativität, Handwerk und Innovation auftreten.Darüber hinaus arbeitet sie an einer neuen Publikation unter dem Titel „Pimp up your life with creativity“, die Kreativitätstrainings auch über ein ansprechend gestaltetes Heft zugänglich machen soll – für Unternehmen ebenso wie für Familien.

Seidenpapier-Skulptur reist

Nach dem Gespräch mit Tips-Redakteurin Maya Matschek, packte Huemer einmal mehr ihre Koffer, bereit für's nächste Projekt: Noch dieses Wochenende, von 20. bis 21. September, geht es für sie nach Berlin, wo sie erneut zum Thema „Kreativität und Innovation“ sprechen wird. Mit im Gepäck hatte sie ihre fragile Pop-up-Skulptur Airsculpture_KISSen aus Seidenpapier, die zuvor bereits in einer Ausstellung in Rheinland-Pfalz zu sehen gewesen war. Ob Berlin, New York oder Linz – Helene Huemer lebt ihre Überzeugung, dass Kreativität mehr ist als ein Schlagwort: „Love to talk about art. Love to create art. Be part of art. – Sei Teil der Kunst.“

Mit Zuversicht nach New York

Neben Huemer sorgte auch Jens Kramny aus Oftering in Wiesbaden für Aufsehen. Der gebürtige Saarbrücker und Leadership-Experte begeisterte mit seiner Rede „Was, wenn es gut wird? Wie Zuversicht Führung und Leben verändert.“ und erhielt dafür den Excellence Award.

Kramny, der nach einer Bauchspeicheldrüsenkrebs-Diagnose 2024 seine Haltung grundlegend änderte, zeigte, dass Zuversicht keine naive Hoffnung, sondern eine bewusste Entscheidung ist. Seine offene Art und klare Botschaft überzeugten Jury und Publikum gleichermaßen. Der Erfolg zahlte sich sofort aus: Bereits am Tag nach dem Slam erhielt er die Zusage für einen Vortrag in New York.


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