Innovation Award: Kinderwunsch von Leukämiepatienten
FRAHAM/WELS. Im Minoritenkloster wurde kürzlich der Innovationaward der Fachhochschule Wels vergeben. Johannes Leitner aus Fraham hat dabei in der Kategorie Umwelt & Naturwissenschaften den zweiten Platz erreicht.

Johannes Leitner hat sich in seiner Masterarbeit mit dem Thema Kinderwunsch bei Leukämiepatientinnen befasst. Akute Leukämieerkrankungen treten vielfach bei Kindern und Jugendlichen auf und erfordern das sofortige Einleiten einer Behandlung, meist Chemo- oder Strahlentherapie. Dabei kann es zur Unfruchbarkeit kommen, erklärt Johannes Leitner.
Um die Fruchtbarkeit aufrecht zu erhalten, wird vor der Einleitung der Chemo- oder Strahlentherapie Eierstockgewebe entnommen, analysiert und tiefgefroren. Nach einer positiv verlaufenen Behandlung wird das Gewebe wieder eingepflanzt. Bei dieser Praxis gibt es aber Sicherheitsbedenken, da verbleibende Krebszellen die Krankheit erneut auslösen könnten. „In meiner Masterarbeit habe ich einen Diagnosemethode gefunden, um Körpergewebe spezifisch und sensitiv auf Krebs-Indikatoren zu analysieren. Ich konnte zeigen, dass die Leukämie-Krebsindikatoren gezielt nachgewiesen werden können. Die Tests an weiteren biologischen Proben haben dies bestätigt“, berichtet Leitner.
Mit dem vom FH-Förderverein Wels gestifteten Preis wurden bereits zum 14. Mal Diplom- und Masterarbeiten, die konkrete industrielle Problemstellungen mit besonders innovativen Ideen lösen, ausgezeichnet. Die jeweiligen Kategorie-Gewinner können sich über einen Scheck in der Höhe von 1.500 Euro freuen, die Zweit- und Drittplatzierten erhalten je 500 Euro.


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