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FREINBERG/BEZIRK. „Sicherheitsbürger“ - dieses Wort gibt im ersten Moment Spielraum für Spekulationen. Wer sind diese Bürger, die in den Gemeinden für Sicherheit sorgen sollen? Und was bedeutet eigentlich Sicherheit? Ist es nicht Aufgabe der Polizei der Bevölkerung das Gefühl von Sicherheit zu geben? Solche und ähnliche Fragen standen im Raum, als das Pilotprojekt unter dem Motto „Gemeinsam.sicher“ im April im Bezirk Schärding startete. Am 20. Juli lud die Polizei nun zum zweiten Sicherheitsbürgertreffen, dieses Mal im Gasthaus Weinbeißer in Freinberg, um den aktuellen Stand des Projektes zu präsentieren und um mit dem obersten Polizisten Österreichs, Konrad Kogler, Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, zu diskutieren.

Generalmajor Franz Gegenleitner, Bezirkspolizeikommandant Matthias Osterkorn, Bürgermeister Anton Pretzl, Generaldirektor Konrad Kogler und der stellvertretende Landespolizeidirektor Alois Lißl beim zweiten Sicherheitsbürgertreffen in Freinberg

 “Wir treten gemeinsam für Sicherheit ein und wollen wissen, wo der Schuh drückt“, erklärt Kontrollinspektor Gerhard Gierlinger das Projekt. Wenn sich Menschen nicht trauen bei Problemen gleich zur Polizei zu gehen, würden die Sicherheitsbürger als Vertrauensperson fungieren, heißt es vonseiten der Organisatoren. Mit den Bürgern sprechen und sich ihre Sorgen anhören, darauf soll in Zukunft noch mehr Wert gelegt werden. Denn das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen nimmt ab, erklärt Konrad Kogler.Obwohl die Anzahl der Delikte sinkt. „Wir leben in einer extrem sicheren Gegend, wir wollen uns aber dennoch engagieren“, meint Kogler.

Daten und Fakten

  • Anzahl der Anzeigen von Delikten pro Jahr in Österreich:

2015: 517.870

2005: 604.229

Innerhalb von zehn Jahren ging die Anzahl der Delikte stark zurück.

  • Anzahl der Verkehrstoten:

2015: 475

1972: 2948

Auch auf Österreichs Straßen wurde es sicherer

  • Anzahl der Delike in Schärding:

2015: 1600

Statistisch gesehen ist es bei 56.897 Einwohnern möglich im Bezirk Schärding nur alle 40 Jahre Opfer eines Deliktes zu werden. Dazu zählt jede Art von Delikt von Körperverletzung bis Urkundendelikt.


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