Mehr als zehn Minderjährige missbraucht: Opfer und Zeugen gesucht
OBERÖSTERREICH. Ein 30-jähriger aus dem Bezirk Freistadt soll zwischen 2010 und 2015 mindestens zehn Kinder und Jugendliche missbraucht haben. Die Tathandlungen sollen in den Bezirken Freistadt, Urfahr-Umgebung und Linz erfolgt sein.

Im Juli 2015 erstattete ein Ehepaar gegen einen 30-Jährigen Österreicher (Foto) aus dem Bezirk Freistadt Anzeige, weil dieser deren elfjährigen Sohn sexuell missbraucht haben soll. Zudem soll er diesem und dessenzwei2 Jahre jüngeren Bruder Pornofilme vorgeführt haben, berichtet die Polizei. Der Beschuldigte wurde, über Anordnung der Staatsanwaltschaft Linz, aufgrund der schwerwiegenden Verdachtslage noch im Juli 2015 festgenommen und die Untersuchungshaft verhängt. Im Zuge der mehrmonatigen umfangreichen Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Oberösterreich, Ermittlungsbereich Sexualdelikte, konnten außer der angezeigten Missbrauchshandlung noch weitere, zum Teil schwere sexuelle Übergriffe ermittelt werden.
Kinderpornos angefertigt
Bei insgesamt neun, ebenfalls männlichen Unmündigen und Jugendlichen, werden dem Beschuldigten die Anfertigung und der Besitz von pornographischen Darstellungen Minderjähriger, vorgeworfen. Diese Tathandlungen sollen im Zeitraum 2010 bis Juli 2015 in den Bezirken Freistadt, Urfahr-Umgebung und Linz erfolgt sein. Die Kontaktanbahnung erfolgte großteils über soziale Medien im Internet, aber auch im Bekanntenkreis des Beschuldigten. Die Opfer soll er mit größeren Bargeldbeträgen gelockt haben. Der Beschuldigte zeigte sich zu den bisherigen Vorwürfen überwiegend geständig.
Noch mehr Opfer?
Es besteht aber der Verdacht, dass er noch weitere derartige Tathandlungen im Oberösterreich und in anderen Bundesländern begangen haben könnte. Aus diesem Grund hat die Staatsanwaltschaft Linz eine Veröffentlichung von Fotos des Beschuldigten angeordnet. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei ersuchen um Veröffentlichung in den Medien. Mögliche Opfer sollen sich bitte bei der Polizei melden. Hinweisen von Zeugen, die über den Täter sachdienliche Auskünfte geben können, wird ebenfalls nachgegangen.
Hinweise bitte an das Landeskriminalamt Oberösterreich unter der Telefonnummer 059133-40 33 33 oder jede Polizeidienststelle.


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