Sophie Scholl: Niemals vergessen
PREGARTEN. Vor 80 Jahren wurden die Studenten Hans und Sophie Scholl als Widerstandskämpfer der Gruppe „Weiße Rose“ von den Nationalsozialisten hingerichtet. Zum Gedenken lädt das Kulturhaus Bruckmühle am Samstag, 25. Februar, zu einer besonderen Lesung ein.

„Als gestern der Russe ein recht heftiges Feuer auf unsere Stellungen legte und ringsherum der Kriegslärm tobte, saß plötzlich ein Vöglein am Rande meines Schützenlochs und piepste vergnügt, als ob es sich darum gar nicht kümmern würde. Das konnte nur ein Gruß von dir sein. Dann fühlte Ich mich auf einmal so sicher in meinem Loch als ob mir nichts auf dieser Welt etwas zu Leide tun könnte...“ Diese Zeilen schrieb der damalige Wehrmachtsoffizier Fritz Hartnagel vor 80 Jahren an seine Freundin, die Widerstandskämpferin Sophie Scholl. Während sich die Studentin Sophie Scholl im besetzten Deutschland gegen die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus auflehnte, musste sich Fritz Hartnagel in den Stalingrad-Gefechten der Unmenschlichkeit des Krieges stellen.
Kraft dazu fanden beide in ihrem berührenden Briefwechsel, dem sich Julia Beyerl und Lukas Auberger in Form einer szenischen Lesung widmen. Genau ein Jahr nach dem Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine ist dieses Thema aktueller denn je. Denn der bedingungslose Einsatz der Scholl-Geschwister und ihrer Mitstreiter veranschaulicht, besonders im Hinblick auf die Jährung des russischen Einfalls in die Ukraine am 24. Februar, dass Widerstand gegen vorherrschendes Unrecht niemals sinnlos ist. Musikalisch untermalt wird die szenische Lesung von Til Grüll.


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