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Festival der Regionen: "Höchste Eisenbahn“ Perspektiven zu wechseln

Tips Logo  Anzeige, 14.06.2023 09:00

OÖ. Das Festival der Regionen feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen und findet von 23. Juni bis 2. Juli in der Region entlang der Summerauerbahn statt.

 (Foto: Jürgen Grünwald)
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Das Festival der Regionen feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen, wobei erstmals ein fünfköpfiges Team die Auswahl der Projekte getroffen hat. In mehr als 40 Festivalbeiträgen, die von aktivistischen Strategien bis hin zu poetischen Gesten reichen, befassen sich über 100 Akteure mit den Herausforderungen unserer Zeit. Geografischer und inhaltlicher Ausgangspunkt des diesjährigen Festivals ist die Summerauerbahn, die zwischen Linz und Horní Dvořiště verschiedene Stationen und Realitäten verbindet.

Festivalausgabe der Sonderklasse

Während in Linz eine Audioinstallation von Wirtshäusern und Nichtorten erzählt, werden in Steyregg gemeinsam nachhaltige Strategien für eine lebenswerte Zukunft erprobt. In Lungitz ermöglicht eine Ausstellung im leerstehenden Bahnhof neue Blicke auf die Geschichte des Konzentrationslagers Lungitz-Gusen III. An der Haltestelle Gaisbach-Wartberg erinnert eine Installation an eine frühere Bahnstrecke, während Videoarbeiten auch Krieg und Flucht thematisieren. In Kefermarkt treffen aufblasbare Schwimmobjekte und angeschwemmter Plastikmüll auf ein sich neigendes Baugerüst. Das erste Schwerpunktwochenende in Freistadt widmet sich einerseits öffentlichem Raum und alternativer Mobilität, andererseits aber auch Community-Work und Expertisen-Austausch.

Bei Summerau sorgt ein historischer Stau für Aufsehen, bevor das Festival in Horní Dvořiště mit Künstlern von beiden Seiten der Grenze eröffnet wird. Entlang dieser Strecke sind weitere künstlerische Interventionen zu entdecken, die etwa traditionelle Techniken wie Blaudruck oder Weidenflechten aufgreifen, wohingegen andere Projekte auch in fahrenden Zügen stattfinden. Zu Ende geht das Festival in Gallneukirchen mit einem zweiten Schwerpunktwochenende, das Diversität und Inklusion zwischen Musik und Performance feiert.

Für das Festival der Regionen werden insbesondere der öffentliche Raum und leerstehende Infrastruktur nutzbar gemacht. Haltestellen und Bahnhöfe, Wälder und Wiesen, ein Lagerhaus, eine Kirche und ein altes Hallenbad dienen als Orte der künstlerischen Begegnung. Die ortsspezifische Belebung steht im Zeichen der Nachhaltigkeit, der Förderung von regionaler Kulturarbeit und der Forderung nach mehr Freiräumen.

Zehn Schwerpunkt-Orte und alles mit einem Ticket erfahrbar.

Erfahrbar werden Projekte zum Mitmachen, im Zug und in zwei Sonderzügen, Projekte im öffentlichen Raum, Ausstellungen mit Öffnungszeiten, Projekte zum Sitzplatz reservieren oder anzumelden bei Workshops. Natürlich kostenfrei.

Öffnungszeiten der Ausstellungen
Freitag bis Sonntag: 12–18 Uhr
Montag bis Donnerstag: 16–20 Uhr
(außer Pfarrkirche Kefermarkt, täglich 9–18 Uhr)
Vermittlung der Touren, Informationen zu Schwerpunktprogrammen, Vermittlung durch Künstler und Programmboard unter:
www.fdr.at oder info@fdr.at