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ST. OSWALD/FREISTADT. Abstrakte Geometrie von der St. Oswalder Künstlerin Kerstin Steiner alias Eileen Stern wird in der Brauhausgalerie Freistadt gezeigt. Die Vernissage findet am Donnerstag, 19. Oktober, um 19 Uhr statt.

Künstlerin Kerstin Steiner (Foto: privat)
Künstlerin Kerstin Steiner (Foto: privat)

„Mit meinen Kunstwerken zeige ich die Welt, wie ich sie sehe – in Farben und Formen“, erzählt die St. Oswalderin Kerstin Steiner, die ihre Werke bisher unter ihrem Künstlernamen Eileen Stern präsentiert hat. „Ich hatte immer schon ein großes Bedürfnis, meine Gedanken auf kreative Weise festzuhalten. Mit 15 Jahren habe ich das in Form von Geschichten und Gedichten gemacht, danach habe ich das Malen für mich entdeckt.“ Steiner hat viel mit Farben und verschiedenen Methoden experimentiert, bis sie bei ihrer heutigen Ausdrucksweise angekommen ist. „Jetzt bin ich da, wo ich mit meiner Kunst hinwollte“, erzählt die zweifache Mutter, die mit Acryl und Ölkreide auf Leinwand arbeitet.

Chaos und Ordnung

2017 hat Steiner intensiv mit dem Malen gestartet. „Mir war von Anfang an klar, was ich malen wollte. Ich war rein an abstrakter, geometrischer Malerei interessiert, was sich bis heute nicht geändert hat“, sagt die Künstlerin. „Ich wollte Bilder malen, die an der Oberfläche Ordnung in Form klarer Linien widerspiegeln, darunter sollte es chaotisch sein und im letzten Stadium sollte man den Zerfall die Zerstörung sehen, welche nach Chaos und Ordnung unweigerlich und immer wiederkehrend stattfindet.“ Später kamen Digitalarbeiten und Grafiken dazu. Mitte 2019 entstehen „Landkarten über Landkarten“ in den Bildern. Auf der Suche nach den verborgenen Plätzen schälen sich Farbschichten, Labyrinthe und ansatzweise Sprache an die Oberfläche des Sichtbaren. Etwas später beginnt sie auch, sich intensiv mit dem Thema Krieg in ihren Werken zu beschäftigen. Zu dieser Zeit lebt Steiner in Wien und ihr Kunstwerk „New Way to Babylon“ hing für ein Jahr im Bezirksgericht Josefstadt. „Die Bilder 2020 sind geprägt von Chaos und Umbruch.“

„Mein inneres Treiben“

Vor drei Jahren zieht Kerstin Steiner ins Mühlviertel. „In Wien galt meine Inspiration stets der Stadt, den Menschen, dem Treiben auf den Straßen. Im Mühlviertel habe ich zunächst versucht, die Schönheit der Landschaft in meine Bilder einzubauen.“ Heute spiegeln ihre Bilder nicht unbedingt die Landschaft, das Mühlviertel selbst, wider, vielmehr bilden sie bunte Kontroversen inmitten dieser Natur. „Die Bilder sind nicht mehr beeinflusst vom außen, sie entstehen ausschließlich aus meinem persönlichen inneren Treiben.“ Die Ausstellung „Heimkehr ohne Wiederkehr“ kann bis 12. November zu den Öffnungszeiten (Sa. 13 bis 18 Uhr, So. und Feiertage 10 bis 15 Uhr) besichtigt werden.


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