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BEZIRK FREISTADT. Seit 1980 hilft der Lionsclub regelmäßig Menschen in Not. Insgesamt wurde bis heute mit 450.000 Euro geholfen. Da gerade in der Weihnachtszeit viele Menschen akut von Armut betroffen sind, wollen Tips und der Lionsclub heuer mit der Aktion Glücksstern diese Menschen unterstützen.

Lionsclub Präsident Karl Zollhuber (l.) und Hermann Pils (r.) mit der syrischen Familie.
Lionsclub Präsident Karl Zollhuber (l.) und Hermann Pils (r.) mit der syrischen Familie.

Rund 11 bis 12.000 Euro lukriert der regionale Lionsclub jedes Jahr. Heuer liegt den Damen und Herren ein Projekt besonders am Herzen: Aslywerber mit positivem Asylbescheid haben es derzeit oft schwer eine Wohnung zu finden, gschweige denn sie zu finanzieren. Wenn sie keine Wohnung haben, bekommen sie keine Arbeit, ohne Arbeit gibt es aber keine Wohnung. Ein Teufelskreis! Hier setzt der Lionsclub an. Die Mitglieder schießen eine Kaution vor, damit die Asylberechtigten so schnell wie möglich aus der Flüchtlingsunterkunft ausziehen und sich eine Wohnung mieten können.Im April 2015 wurde dieses Projekt gestartet, Anfang 2016 konnte der erste Asylberechtigte das Geld fertig zurück zahlen. „Die Flüchtlinge zahlen rund 50 bis 100 Euro monatlich zurück, dadurch wird unser Topf wieder aufgefüllt und wir können den nächsten unterstützen“, sagt Lionsclub Präsident Karl Zollhuber. „Die Asylwerber lassen es sich nicht nehmen, dass sie etwas zurück zahlen, das Geld annehmen ist für sie schon oft schwer genug.“ 12.800 Euro wurden bis jetzt an Kautionen ausgegeben, derzeit werden zehn Fälle betreut.Alle Mitglieder des Lionsclubs arbeiten ehrenamtlich, alle Spenden werden abzugsfrei verwendet. Andere Kosten werden zur Gänze von den Mitgliedern selbst getragen, ganz dem Motto des Lionsclubs: „Wir helfen persönlich, rasch und unbürokratisch.“

Kein Bargeld, direkte Hilfe

Hilfsansuchen werden meistens durch Mundpropaganda an den Lionsclub herangetragen. „Wichtig für uns ist aber, dass wir so wenig wie möglich Bargeld fließen lassen, sondern direkt am Menschen helfen oder mit Materiellem, wie zum Beispiel Brennholz. Sonst passiert es oft, dass die Hilfe zum Fass ohne Boden wird“, sagt Zollhuber. „Wenn es Anfragen zu einer Therapie gibt, dann helfen wir, indem wir den Therapeuten zahlen, nicht damit, dass wir der Familie Geld überreichen. Es gibt Fälle, da wird die Spende für etwas anderes verwendet, als für den eigentlichen Zweck, zum Beispiel für das Kind.“

Wo hilft der Lionsclub?

In den vergangenen Jahren sind die finanziellen Mittel, die der Lionsclub gespendet hat, etwas gestiegen. Im Durchschnitt betragen sie aber jährlich rund 11.000 bis 12.000 Euro. Geholfen wurde vor allem beim Hochwasser im Jahr 2002. Aber auch Schulen in Nepal, Projekte in Afrika (“Lebenswertes Land“) oder Wasserleitungsbauten wurden unterstützt. In den afrikanischen Ländern wird vorwiegend Hilfe zur Selbsthilfe gegeben.


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