Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Kinder, wie die Zeit vergeht!

Kolumne von Susanne Überegger Foto: Wodicka
Kolumne von Susanne Überegger Foto: Wodicka

Unser Jüngster ist gerade drei geworden und damit schon ein „Großer“, wie er selbst gerne immer wieder betont. Wer ihn „klein“ nennt, beleidigt den Dreikäsehoch schwer.

Es reicht schon, wenn ich „Guten Morgen, kleiner Schatz!“ zu ihm sage, dann kommt postwendend ein sehr bestimmtes „Ich bin nicht klein!“ zurück. Dass es dabei mit Inbrunst an seinem Schnuller zutzelt, zerstört das Selbstbild des „großen“ Söhnchens dabei in keinster Weise.

Noch schwerer verträgt der frisch gebackene Dreijährige es, wenn jemand (ich selbst vermeide das allerdings bewusst) meint: „Dafür bist du noch zu klein!“ Aber als ich an seinem Geburtstag zu dem Kind sagte: „Jetzt bist du schon drei Jahre alt!“, passte ihm das auch nicht: „He, du hast alt zu mir gesagt!“

Fest steht, dass der Kleinste, äh Jüngste, wohl immer mein Baby bleiben wird. Wahrscheinlich selbst dann, wenn er mir längst über den Kopf gewachsen ist (was bei meiner Größe nicht mehr allzuviele Jahre dauern dürfte) und die ganze Welt bereist.

Wenn ich dran denke, dass der älteste Sohn in nur acht Jahren schon Autofahren, Fortgehen und legal Alkohol trinken und rauchen darf und nur wenig später bei der Fußball-Nationalmannschaft spielt (so sein derzeitiger Plan), geht mir das alles sowieso viel zu schnell.

Zumindest rückblickend, da verklärt sich doch so mancher Tag im Elternleben, der sich eigentlich wie Strudelteig in die Länge gezogen hat. Hach, Kinder, wie die Zeit vergeht! Ehe man sich“s versieht, sind sie groß. Selbst, wenn sie eigentlich erst drei sind...


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden