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Kleine Planänderung

Kolumne von Susanne Überegger Foto: Wodicka
Kolumne von Susanne Überegger Foto: Wodicka

Ich bin – meinem Sternzeichen Steinbock geschuldet – ein Mensch, der Routinen liebt. Spontaneität ist meine Sache nicht und unliebsame Überraschungen, die meinen Zeitplan durcheinander bringen und die Abarbeitung meiner to-do-Listen gefährden, ebenso wenig. Läuft jeder Tag nach dem annähernd gleichen Muster ab, ist mir das nur recht.

Nun habe ich aber drei Kinder, die auch mit Hartnäckigkeit ihre eigenen Pläne verfolgen und so meine eigenen regelmäßig über den Haufen werfen. Dennoch versuche ich, Abläufe wie Essens- und Schlafzeiten im Familienalltag stets gleich zu halten, weil das auch den Kindern Sicherheit gibt.

Zum Zwergenaufstand kam es allerdings, als ich mit Vehemenz versuchte, auch im Urlaub an der gewohnten Bettgehzeit festzuhalten. Die Ferienwohnung hatte keine Tür zum Kinderzimmer, in welchem zudem alle drei schlafen sollten, und im Raum es war es an den Abenden wegen fehlender Rollos ungewohnt hell. Das Scheitern meines Vorhabens war vorprogrammiert.

Als die Kinder an den ersten beiden Urlaubstagen erst nach zweistündigem Gehüpfe und Purzelbaumschlagen im Bett, Geschrei und Gebalge endlich doch schliefen, war ich selber mehr als reif für die Federn.

Deshalb änderte ich meine Taktik, ließ den Kleinen den an sich sakralen Mittagschlaf überdauchen, woraufhin das Kind am Abend ehzeit selig in seinem Betterl schlummerte. Und den beiden Großen versprach ich, dass sie solange aufbleiben dürfen, bis sie vor Müdigkeit vom Gokart fallen. Hat bestens funktioniert!


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