Dialog zweier Schüler

Unserer Sechsjähriger ist jetzt auch ein stolzer Volksschüler, die Schule macht ihm – wider seines eigenen Erwartens – Spaß.
In den freien Wochen davor hatte ich schon so meine Zweifel, wie es denn dem Kind in der Schule gefallen würde. Hatte doch der große Bruder dem Jüngeren mit den Worten „Weißt du eh, dass du da vier Stunden sitzen musst und nicht einfach spielen gehen kannst“ nicht gerade einen Gusto auf den Unterricht gemacht.
„Dann geh halt nicht in die Schule, ich will einfach immer Ferien haben. Rechnen kann ich eh schon“, meinte daraufhin der Sohn, freute sich am ersten Schultag zum Glück aber doch.
Der große Bruder, selbst erfahrener Drittklassler, gab ihm agrat noch einen Tipp mit auf den Schulweg: „Setz dich in die hinterste Reihe. Da kannst du abschreiben, ohne dass die Frau Lehrerin es merkt.“ - „Wieso soll ich denn abschreiben?“, wunderte sich der – im Schummeln noch unbedarfte – Erstklassler.
„Nein, vergiss es gleich wieder, ist eigentlich eh keine gute Idee. Wenn du abschreibst lernst du ja nix!“, kratzte der Ältere noch gerade so die Kurve.
„Wieso muss ich denn überhaupt was lernen?“ „Na, damit du später einen Beruf hast, in dem du viel Geld verdienst. Dann kannst du dir einen Lamborghini kaufen, ist doch klar!“, erläuterte der Große.
„Mama, wie viel verdienst du eigentlich?“, fiel es dem Sechsjährigen da ein. „Nicht so viel wie Papa, ich arbeite ja nicht so viele Stunden im Büro.“ Da setzte der Kleinste (3) dem ganzen Dialog noch die Krone auf: „Und wieso arbeiten eigentlich nur Papas jeden Tag?“


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