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Freistadt holte den Titel "Schlauste Gemeinde" - eine Rateshow mit Verbesserungspotenzial

Mag. Claudia Greindl, 23.01.2019 13:26

FREISTADT. Mit dem Titel „Schlauste Gemeinde im Bezirk Freistadt“ darf sich die Bezirkshauptstadt schmücken. Die gleichnamige Show mit Arabella Kiesbauer und Alfons Haider (der Entertainer sprang kurzfristig für den erkrankten Armin Assinger ein) in der Messehalle verfolgten rund 2000 Zuschauer. Das Fazit: ein nettes Grundkonzept, gut vorbereitete Ratekandidaten und professionell agierende Moderatoren, getrübt durch technische Pannen und eine viel zu lange Showdauer bis weit nach 23 Uhr in der unterkühlten Messehalle.

Freistadts Rateteam holte den Titel bei der Premiere der neuen Rateshow in der Messehalle. im Bild: Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer, Quizmaster Wolf Gruber, Alexander Haberkorn, Walter Mayr, Arabella Kiesbauer, Alfons Haider, Ewald Pöschko. Foto: Erwin Pils

„Diese Show enthält Produktplatzierungen“- einen Hinweis wie diesen vermisste mancher Besucher. Doch zurück zum Anfang. Die Technik ist ein Hund, das musste Ratespiel-Leiter Wolf Gruber gleich zu Beginn schmerzvoll zur Kenntnis nehmen. Die Abstimmung der von den Gemeinde-Viererteams mitgebrachten, jeweils 60-köpfigen Voting-Gruppen via Handy ging aus technischen Gründen in die Hose. Zum Glück hatte man einen Plan B in der Schublade und farbige Kärtchen unter den Sitzen angebracht. Mit Hilfe dieser funktionierte die Stimmabgabe dann einigermaßen - Daumen mal Pi. 

Bürgermeister „verkauften“ ihre Gemeinde gut

Tapfer schlugen sich die Bürgermeister der zehn Rate-Gemeinden Freistadt, Hirschbach, Grünbach, Rainbach, Gutau, Sandl, Unterweitersdorf, St. Oswald, Tragwein und Pregarten im Interview. Jeder „verkaufte“ die Vorteile seiner Heimatgemeinde im Smalltalk mit Alfons Haider und Arabella Kiesbauer perfekt, immer gewürzt durch launige Späßchen, auch durch so manche schlüpfrige Anspielung, durch die prominenten Moderatoren.

Kurzweilige Raterunden zu Beginn

Auch die Raterunden ließen sich kurzweilig an. Unterstützt von der Voting-Gruppe entschieden sich die Ratekandidaten für eine von vier gebotenen Antwort-Möglichkeiten. So wollte Quizmaster Gruber zum Beispiel wissen, bei wie vielen Fahrzeugen das Kennzeichen mit FR beginnt, wie viele Marktgemeinden der Bezirk Freistadt hat, oder seit wann es den Bezirk Freistadt in seiner jetzigen Form gibt. Dazwischen sorgten Musikeinlagen für Abwechslung. Die Lacher auf seiner Seite hatte Alfons Haider oft, besonders jedoch nach einem Kommentar auf die Videobotschaft von ÖSV-Sportdirektor Hans Pum. Dieser hatte dem erkrankten Armin Assinger direkt aus Kitzbühel gute Besserung gewünscht. Darauf Haider: „Das kannst du ihm gleich selbst ausrichten, er steht hinter dir auf der Piste.“ Assinger hatte im Vorfeld mehrfach betont, in Freistadt wegen der bevorstehenden Skirennen in „Kitz“ nur kurz bleiben zu können.

Statements mit Längen

Erste Längen bekam die Rateshow durch die Interviews mit den jeweils zehn Kandidaten pro Runde. Und hier wäre auch der Hinweis auf die Produktplatzierungen angebracht gewesen, denn die überwiegende Zahl der Mitratenden war als Wirtschaftstreibende darauf bedacht, ihr Unternehmen ins beste Licht zu rücken. Wohl eine Gegenleistung für das Mitmachen, für das ja auch Bares auf den Tisch gelegt werden musste. 

Finale nach mehr als drei Stunden

Als nach deutlich mehr als drei Stunden Freistadt mit einer glücklichen Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer als „Schlauste Gemeinde“ im Bezirk Freistadt feststand (sie war gekommen, um zu siegen!), hatten bereits zahlreiche Besucher fröstelnd und müde ihre Sessel geräumt. Da bekam auch Alfons Haiders wohlmeinende Einladung zum gemeinsamen Singen des Abschlusslieds „Que será“ nur noch wenig Echo. 

Alle Fotos von der Show, eingefangen vom Tips-Eventfotografen Erwin Pils, gibt es in der Bildergalerie:

Schlauste Gemeinde im Bezirk Freistadt


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Johann Pammer
Johann Pammer
27.01.2019 15:20

schlaueste Gemeinde

Es war bei diesem Wettbewerb für Freistadt auch sehr viel Glück dabei, denn bei der Antwort auf die Frage wie lange es den Bezirk Freistadt in dieser Form gibt war die Antwort der Freistädter falsch. Es wurde zwar die BH Freistadt 1868 geschaffen, aber es war der Gerichtsbezirk Pregarten noch nicht dabei und dafür der Gerichtsbezirk Leonfelden. 1903 hatte der Bezirk fast die derzeitige Form wurde 1938 - 1939 wieder erweitert und erst ab 1945 neu geschaffen. Da die Freistädter und andere, trotzdem drei Punkte bekamen hat es z. B. dem Votingteam aus Hirschbach den Nerv gezogen und so wurde der Sieg für Freistadt erst möglich. Ich gratuliere aber trotzdem