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Eurofighter-Piloten trainieren Abfangmanöver: Überschallknall am Boden hörbar

Mag. Michaela Maurer, 17.05.2019 11:57

OÖ. Die österreichischen Eurofighter-Piloten des Bundesheeres trainieren vom 13. Bis 24. Mai Abfangmanöver im Überschallbereich. Pro Tag sind jeweils zwei Überschallflüge zwischen 8 und 16 Uhr vorgesehen. 

Überschalltraining der österreichischen Luftstreitkräfte Foto: Bundesheer
Überschalltraining der österreichischen Luftstreitkräfte Foto: Bundesheer

Das Bundesheer kündigt die Überschallabfänge auf facebook.com/bundesheer an. „Das Training ist unverzichtbar für eine funktionierende österreichische Luftraumüberwachung“, heißt es in einer Aussendung vom Bundeshee. Es dient dazu, den sicheren Flugbetrieb auch weiterhin bei allen Einsatzfällen zu gewährleisten. Die enge und zeitkritische Koordinierung zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren und der militärischen sowie zivilen Flugsicherung ist wesentlicher Zweck des Trainings. Weiters trainieren die Piloten unter realen körperlichen Belastungen, welche im Simulator nicht dargestellt werden können.

Geflogen wird beinahe über dem gesamten Bundesgebiet, mit Ausnahme von Ballungsräumen sowie den Bundesländern Tirol und Vorarlberg. Die Fluggebiete werden in Zusammenarbeit mit der zivilen Flugsicherung festgelegt. Um den Geräuschpegel möglichst gering zu halten, wird in großen Höhen geflogen.

Zur Reduzierung der bodennahen Schallausbreitung werden seitens des Bundesheeres folgende Maßnahmen getroffen:

- Die Beschleunigungsphasen der Eurofighter werden so kurz wie möglich gehalten.

- Die Schallverteilung wird laufend dokumentiert, um eine mehrfache Beschallung gleicher Räume auf ein Minimum zu reduzieren.

- Die Ballungsräume um die Landeshauptstädte und die Bundeshauptstadt werden für Überschallflüge ausgespart. Flüge im Unterschallbereich können über diesen Gebieten jedoch jederzeit erfolgen.

- Im Zeitraum zwischen 11.30 Uhr und 13.30 Uhr sowie am Wochenende erfolgen keine Trainingsflüge mit Überschallgeschwindigkeit.

- Die Flüge werden über 12.500 Meter Höhe absolviert, um einen auftretenden Überschallknall am Boden zu minimieren.

Die Überschallgeschwindigkeit beginnt bei zirka 1.200 km/h. Nähert sich ein Eurofighter dieser Geschwindigkeit kommt es zu Stoßwellen am Flugzeug. Diese Stoßwellen können am Boden als Überschallknall wahrgenommen werden. Die Lautstärke des Überschallknalles ist unter anderem abhängig von der Flughöhe, der Geländestruktur und der Wetterlage. Die Bevölkerung wird um Verständnis ersucht. 


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