Kritik an neustem Anlauf für Hotel in Freistadt
FREISTADT. „Hotelstandort Messehalle; Grundsatzbeschluss und Optionsvertrag“ - so lautet der erste Punkt auf der Tagesordnung des Freistädter Gemeinderates am 1. Juli. Berichterstatterin für das Thema aus dem Stadtrat ist Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer (ÖVP). Nach dem Scheitern des Amedia-Hotels soll jetzt ein Hotelprojekt auf Gemeindegrund bei der Messehalle verfolgt werden. SPÖ-Vizebürgermeister Christian Gratzl schäumt: „Das Grundkonzept wurde nur einem kleinen Kreis vorgestellt!“

Der Messeverein wollte zu der Causa noch keine Stellungnahme abgeben. Vizebürgermeister Christian Gratzl kritisiert, dass es bisher keinerlei Unterlagen für die Gemeinderäte gab. „Eine voreilig herbeigeführte Entscheidung könnte ein weiteres Fiasko für das Hotelprojekt und die Stadt Freistadt zu Folge haben“, stellt Gratzl in Frage, ob Paruta-Teufer noch „Frau der Lage“ sei. „Die introvertierte Vorgangsweise der Bürgermeisterin macht mir immer größere Sorgen“, so Gratzl weiter. Er hält es für dringend notwendig, das Gespräch mit der Messeleitung und dem Projektbetreiber zu suchen und sich an einen Tisch zu setzen. „Alle Informationen und Fakten müssen auf den Tisch kommen, nur so kann das bestmöglich für Freistadt erreicht werden“, so der SPÖ-Vizebürgermeister. Die Bürgermeisterin war trotz mehrfacher Anrufe und Bitten um Rückruf für Tips nicht erreichbar.
UPDATE: Gerade hat uns eine schriftliche Stellungnahme von Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer erreicht:
„Im Stadtrat, in Anwesenheit aller Fraktionen – übrigens auch in Anwesenheit von Fraktionsobmann Rainer Widmann – wurde die Projektvorstellung für ein Hotel einstimmig befürwortet, und es herrschte Einigkeit über die weitere Vorgangsweise in der kommenden Gemeinderatssitzung.
Ende Mai hatten der Projektleiter und der Sprecher der Betreiber mit Vizebürgermeister Christian Hennerbichler einen Erstkontakt. Daraufhin wurde vereinbart, um alle Fraktionen des Gemeinderates von Anfang an einzubinden und eine völlige Transparenz zu gewährleisten, eine Projektpräsentation im Stadtrat vorzunehmen. Diese Projektvorstellung fand am Mittwoch, den 12. Juni 2019 um 17. 30 Uhr statt und enthielt Vorschläge für zwei verschiedene Standorte.
Nach der intensiven Besprechung gab man einhellig dem Standort an der Linzer Straße den Vorrang. Grundsätzlich betonen die Projektleiter, dass das Hotel einem 4-Sterne Standard entsprechen wird und dem Tourismusstandort Freistadt stärken wird. Dieses Projekt befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase, weshalb weitere vertiefende Aussagen verfrüht sind. Der präferierte Standort wird den Ausbauplänen der Messe nicht im Wege stehen.
Ich stehe für seriöses Arbeiten und möchte einen guten Boden in Freistadt für Investoren aufbereiten. Weiters möchte ich einen breiten Konsens bei der Entwicklung wichtiger Projekte für Freistadt.“


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