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WEITERSFELDEN. Franziska Wögerer vulgo „Schneider Fanny“ ist laut Chronikaufzeichnungen die erste hundertjährige Gemeindebürgerin.
 

Ganz Weitersfelden wünscht der „Schneider Fanny“ alles erdenklich Gute und viel Gesundheit. Foto: Franz Xaver Hölzl

Ende September 1920 geboren, war Franziska Wögerers Leben von Entbehrungen, Schicksalsschlägen und harter Arbeit geprägt. Geboren und aufgewachsen ist sie in ihrer Heimatgemeinde als Tochter der Familie Schatzl, deren Leben von den Mühen beim Wiederaufbau nach dem ersten Weltkrieg geprägt war. Als Magd hat sie ihr Leben bestritten, nach dem zweiten Weltkrieg hat sie sich vor den russischen Besatzern versteckt.

In trauriger Zeit die Liebe ihres Lebens gefunden

Und gerade in dieser traurigen Zeit hat sie die Liebe ihres Lebens gefunden. 1946 heiratete Franziska. Zwei Buben und ein Mädchen erweiterten das Glück der Familie. Doch das Leben legte der Wögerer Steine in den Weg. Die Krankheit der beiden Buben nahm viel Zeit, Tränen und Energie in Anspruch. 1955 übernahm ihr Mann den Betrieb des Vaters, eine Schneiderei. Franziska konnte ihre früh von ihrer Mutter erlernte Nähkunst ausüben und bekam den Namen „Schneider Fanny“.

Bis weit über 95 den Haushalt geführt 

Trotz ihres bewegten Lebens wurde Franziska durch ihre stets gut gelaunte, redselige und herzliche Art zur Institution in Weitersfelden, die bis weit nach ihrem 95. Lebensjahr ihren Haushalt selbständig führte. Die positive Einstellung, ihr Glaube und der regelmäßige Kirchenbesuch haben ihr stets Mut und Zuversicht gegeben. Erst in den letzten Jahren hat ihre Kraft etwas nachgelassen. Sie wird von Tochter Monika mit Gatten Hans und zwei 24-Stunden-Betreuerinnen liebevoll gepflegt. Bei einer kleinen Feierlichkeit mit Pfarrer Ireneusz Dziedzic, Seniorenbund-Obfrau Maria Ruhaltinger und Bürgermeister Franz Xaver Hölzl wurde auf das volle Jahrhundert angestoßen.


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