Aktion Glücksstern: "Ein gutes Gefühl, wenn jemand da ist!"
FREISTADT. Den Herbst des Lebens zu Hause zu verbringen – das wünschen sich die meisten Menschen. Die sechs regionalen Sozialmedizinischen Betreuungsringe ermöglichen dies mit ihren vielfältigen Diensten. Mit der Tips-Glücksstern-Aktion können unsere Leser dazu beitragen, diese wertvollen Dienste finanziell abzusichern, was gerade im Corona-Jahr besonders schwierig ist. Diesmal stellen wir den Verein SMB-Heimhilfe Freistadt vor.

Der Verein SMB-Heimhilfe Freistadt wurde 1995 gegründet. Das Motto lautet „Miteinander und nicht nebeneinander“. Ziel ist es, älteren und/oder kranken Menschen und Familien in Ausnahmesituationen im Stadtgebiet von Freistadt zu helfen. Das Angebot besteht aus folgenden Diensten: Tätigkeiten im Haushalt, Behörden- und Botengänge, Besorgungen, Begleitdienst, Unterstützung pflegender Angehöriger, Haushaltshilfe nach Krankenhausaufenthalt, Hilfe beim Aufstehen und Zubettgehen, Anwesenheitspflicht bei kranken, alten und pflegebedürftigen Personen, Essenszubereitungen und Kinderbetreuung (z. B. bei Erkrankung der Eltern).
Verein muss Mehrkosten durch Corona-Krise tragen
Aufgrund der Corona-Krise konnte die 25-Jahres-Feier des Vereins nicht in der geplanten Form stattfinden. Trotz der Pandemie wurden die Klienten bestmöglich von den 17 Mitarbeitern versorgt. „Bei uns wird besonders darauf geachtet, die Hygienemaßnahmen einzuhalten, um unsere Klienten zu schützen. Dadurch sind Mehrkosten entstanden, die der Verein tragen muss. Ganz besonders an unserem Team ist, dass wir uns für unsere Klienten viel Zeit nehmen können. Gerade in dieser schwierigen Zeit hat man gemerkt, wie wichtig es ist, dass man über Ängste und Sorgen reden kann“, sagt Obfrau Marianne Thürriedl. Weitere Infos über die Heimhilfe Freistadt gibt es bei der Obfrau telefonisch unter der Nummer 0664/1352317 oder unter der E-Mail-Adresse heimhilfe.freistadt@gmail.com
Gründungsmitglied erzählt
Gertrud Kern aus Freistadt ist 84 Jahre alt und Gründungsmitglied der Heimhilfe Freistadt. Seit einiger Zeit nimmt sie die Hilfe des Vereins in Anspruch. „Ich lebe allein im Haus. Meine beiden Kinder leben weiter weg. Daher benötige ich die Heimhilfe Freistadt. Ich telefoniere sehr oft mit meiner Tochter und meinem Sohn, wir schicken uns gerne Fotos. Die Betreuerinnen helfen mir gerne dabei. Als mein Mann noch lebte, haben wir uns dazu entschlossen, dass wir uns Hilfe im Haushalt nehmen. Da ich meinen Mann zum Schluss pflegen musste, hatte ich nicht genug Zeit, um den Haushalt allein zu machen. Damals kam meine Betreuerin zwei Mal in der Woche. Heuer im Februar bin ich zwei Mal gestürzt und war im Krankenhaus. Dadurch habe ich mehr Unterstützung benötigt und meine zwei Betreuerinnen kommen jetzt täglich zu mir. Die Betreuerinnen machen ihre Arbeit sehr gut und ich bin sehr froh über ihre Hilfe, es hat sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Sie haben mir nach meinen Stürzen bei jeder Unsicherheit geholfen, die ich hatte. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl, dass jemand für mich da ist.“
Nächste Folge: SMB Nord
In der nächsten Ausgabe stellt sich der SMB-Nord als weiterer regionaler SMB mit dem Thema „Hilfs- und Pflegemittelverleih“ vor.


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