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BEZIRK FREISTADT. Seit Monaten sind die Blasmusikkapellen der Region wegen der Corona-Pandemie zur Untätigkeit gezwungen. Das Bezirksmusikfest 2021 in Bad Zell, geplant für Anfang Juni, musste abgesagt werden. Zu unsicher sind die Planungsvoraussetzungen.

Die Trachten und die Instrumente bleiben seit Monaten unbenutzt. Foto: Greindl
Die Trachten und die Instrumente bleiben seit Monaten unbenutzt. Foto: Greindl

„Wir haben im Blasmusik-Bezirksvorstand alle Möglichkeiten mit dem behördlichen Krisenstab durchgespielt. Im Prinzip wäre die Abhaltung des Bezirksmusikfests möglich, aber mit Auflagen, die nur schwer erfüllbar sind“, erzählt Bezirksobmann Franz Jungwirth.

Bezirksmusikfest abgesagt

Ohne das gewohnte Rahmenprogramm sei auch eine gute Feststimmung nicht möglich, weshalb die Absage logische Konsequenz war. In eine Sitzung aller Musikvereins-Obleute des Bezirks wurden bereits die Verschiebungen der kommenden Bezirksmusikfeste diskutiert und in den Vorständen weiter besprochen. „Zu 90 Prozent wird 2022 Bad Zell an der Reihe sein, 2023 St. Leonhard, ein Jahr später Freistadt, 2025 Hagenberg und 2026 Königswiesen“, informiert Jungwirth.

Probenarbeit seit Monaten nicht möglich

Nicht nur die Festorganisation, auch die Probenarbeit in Corona-Zeiten wirft für die Musiker Fragen auf. „Mich erreichen sehr viele Anfragen, wann es endlich losgeht mit dem Proben, wir sind seit Oktober nicht mehr beisammen gewesen“, sagt der Pregartner. Einige Musikvereine seien sehr kreativ im digitalen Bereich, jedoch fehle online der gesellige Bereich.

Berufskultur bekommt vermutlich Vorrang

„Ich befürchte, dass zuerst die Berufskultur wieder aktiv werden darf, und dann erst die ehrenamtlichen Kulturtreibenden. Wir hätten gute Präventionskonzepte in der Tasche, aber die Bestimmungen ändern sich laufend.“ Der Bezirksobmann hofft, dass die Musiker nach der corona-bedingten Pause wieder aktiv werden. „Gerade von den Älteren hört man aber leider, dass der Ansatz weg ist und es sich gar nicht mehr auszahlt, proben zu gehen.“


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