Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NEUMARKT. Karin Paar hat eine Aktion gestartet, um Babys, die in einem griechischen Flüchtlingslager auf die Welt kommen, mit Kleidung und Hygieneprodukten zu helfen.

Viele Menschen unterstützen Karin Paar (l.) bei ihrer Hilfsaktion. Fotos: privat
  1 / 3   Viele Menschen unterstützen Karin Paar (l.) bei ihrer Hilfsaktion. Fotos: privat

„Im Februar habe ich von der Initiative „handmade for refugees“ erfahren. Das ist eine private Gruppe in Deutschland, die für Babys im Flüchtlingslager Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos Pakete zusammenstell – handgemacht, um die allergrößte Not zu lindern, wenn ein Kind auf die Welt kommt“, erzählt die Neumarkterin Karin Paar. „Ich nähe und stricke selbst gern und dachte mir, das kann ich in meinem Umkreis auch initiieren.“

Gesagt, getan, ein Flyer war schnell gemacht und verteilt, Freunde und Bekannte aktiviert. „Die Reaktionen waren unerwartet groß. Es trudelten nicht nur selbstgemachte Babypakete ein, sondern auch viele Second-Hand-Babysachen und manche haben Geld für den Versand und den Ankauf von Windeln und Hygieneprodukten gespendet.“

1.500 Stück Babykleidung

In den vergangenen Wochen hat Paar insgesamt 21 Bananenschachteln mit Babykleidung verpackt und verschickt, das macht in Summe zirka 1.500 Stück Babykleidung. Weitere sechs bis zehn Schachteln hat sie noch in Aussicht. Welch unerwartet großen Kreise die Aktion genommen hat, zeigt der Anruf einer Frau aus Vöcklabruck, die 24 Paar Babyschühchen gestrickt und geschickt hat und den Kontakt zu einer Gruppe von Frauen in Ebensee hergestellt hat, die grade noch dabei sind, Patchworkdecken für die Babys zu nähen. „Die Pfarre Gallneukirchen hat bei einer pfarrlichen Aktion für mein Projekt gesammelt und 700 Euro überwiesen.“ Nun wird die Aktion fürs erste abgeschlossen.

„Berührt von der Hilfsbereitschaft“

„Ich bin sehr berührt davon, wie hilfsbereit sich Menschen zeigen, wenn es um konkrete Hilfe geht. Ich bin überzeugt, dass jedes einzelne Päckchen ein kleines bisschen Freude zu den Menschen bringt, die in unvorstellbar unmenschlichen Zuständen im Lager leben müssen“, sagt Paar.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden