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Familie Raber aus St. Oswald bewahrt schon seit Jahren Rehkitze vorm Tod im Mähwerk

Mag. Susanne Überegger, 02.06.2021 13:31

ST. OSWALD. Wenn bei Irmgard Raber aus St. Oswald im Mai und Juni das Telefon klingelt, ist oft ein Landwirt aus der Umgebung dran: „Du, morgen Vormittag mähen wir diese Wiese, kommt's ihr vorher zum Rehkitz suchen?“ Zwölf junge Rehe konnten so heuer schon vorm Mähwerk gerettet werden. 

Florian Raber mit einem der geretteten Rehkitze. Foto: privat
Florian Raber mit einem der geretteten Rehkitze. Foto: privat

„In unserem Jagdrevier suchen wir schon seit vielen, vielen Jahren die Wiesen vorm Mähen nach Rehkitzen ab“, erzählt Irmgard Raber. Da die Kitze sich bei Gefahr ins hohe Gras ducken anstatt aufzuspringen und davonzulaufen, fallen sie oft dem Mähwerk zum Opfer, wenn die Bauern heuen oder silieren.

„Mit den Landwirten in der Umgebung arbeiten wir super zusammen, die rufen uns an und geben Bescheid, wann sie mähen werden. Um 5 Uhr in der Früh geht's dann schon los mit Wiesen absuchen, oft stundenlang, weil bei schönem Wetter wollen ja alle Bauern mähen“, sagt Raber, die aus gesundheitlichen Gründen mittlerweile nicht mehr selbst nach den Kitzen schauen kann. „Aber mein Mann Florian ist unterwegs, und seine Jagdkollegen und Freude helfen dabei.“

Nach der Mahd werden die Kitze wieder freigelassen 

Die im Gras entdeckten Rehkitze werden mit einem Büschel Gras hochgehoben und in vorübergehend in eine Kiste gesetzt. „Gleich nach dem Mähen lassen wir die Kleinen wieder frei. Wir tragen sie in einen Büchel neben der Wiese und legen sie dort im Schatten ab. Die Kleinen rufen nach ihrer Mutter, die sie so leicht wiederfindet“, berichtet Raber. 

Zwölf Kitze wurden heuer von Florian Raber und den Helfern schon in St. Oswald vor der Mahd in Sicherheit gebracht. Sie freuen sich über jedes einzelne Tier, das sie retten konnten. 


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