Planung für Kernecker-Areal im Schönauer Ortskern geht in finale Phase
SCHÖNAU. In die entscheidende Phase geht die Neugestaltung des mehr als 8.000 Quadratmeter großen Kernecker-Areals mitten im Ortszentrum. Priorität 1 haben die Errichtung eines neuen Kindergartens und des Musikheims.

8.000 Quadratmeter umfasst, wie berichtet, das Kernecker-Areal, das der Gemeinde eine Jahrhundertchance auf eine Neugestaltung des Ortskerns bietet. Nach dem erfolgreichen Bürgerbeteiligungsprozess erfolgte der Auftrag an zwei Architekturbüros, Bebauungsstudien zu erstellen. „Der Kindergarten-Neubau mit drei Gruppen und einer Krabbelgruppe, das neue Musikheim, gemeinschaftliches Wohnen, ein Haus der Begegnung, eine Tagesstruktur für Senioren und Geschäftsflächen sollen auf dem Areal Platz finden“, sagt Bürgermeister Herbert Haunschmied (ÖVP).
Architekturwettbewerb in Vorbereitung
In Vorbereitung ist daher derzeit ein Architekturwettbewerb, an dem geladene Planer teilnehmen können. „Der Wettbewerb wird heuer noch ausgeschrieben. Er wird das gesamte Areal umfassen, es soll aber so geplant werden, dass der Kindergartenbau und das Musikheim separat begonnen werden können“, so der Bürgermeister. Die Finanzierung für den dreigruppigen Kindergarten ist gesichert, auch für das Musikheim gibt es bereits grünes Licht vom Land OÖ. Für die geplanten Geschäftsflächen ist eine Arbeitsgruppe der Gemeinde derzeit auf der Suche nach potenziellen Mietern. Haunschmied: „Wünschenswert wäre ein kleines Therapie- oder sogar Ärztezentrum, wir strecken derzeit unsere Fühler in alle Richtungen aus.“
Ortsplatzgestaltung wird mitgeplant
Den Zeitplan zur Verwirklichung erster Baumaßnahmen sieht der Bürgermeister optimistisch: „Neben dem Kindergarten sollen auch das Musikheim und Wohnflächen zeitnah entstehen – in zwei, drei Jahren müsste da schon sehr viel passieren können.“ Mitgeplant werden soll schon jetzt die Gestaltung des Ortsplatzes.
Wohnraum gesucht
Anhaltender Beliebtheit erfreut sich Schönau als Wohngemeinde. Das neue Siedlungsgebiet Dorfblick ist bereits vollständig bebaut, der dringendste Bedarf an Neubauflächen kann im Steingarten gedeckt werden. Nicht alle Interessenten an Wohnraum in Schönau wollen jedoch neu bauen. „Auch die Nachfrage nach dreißig, vierzig Jahre alten Häusern, die saniert werden können, steigt“, weiß Haunschmied. Nicht zuletzt führt er das auch auf das gute Klima in der Gemeinde und auf das wieder auflebende Vereinsleben zurück. „Der nach den Lockdowns befürchtete Einbruch bei den aktiven Vereinsmitgliedern, sei es z. B. im Sport oder bei der Musik, ist zum Glück nicht eingetreten.“


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