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FREISTADT. Ihrem Ärger über die Sperre der Sporthalle machten Eltern von Schulkindern der VS 1 und 2 über WhatsApp Luft. Wie berichtet, wird die Halle als Notquartier für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, bereit gehalten.

Der Turnunterricht der beiden Volksschulen kann derzeit nicht in der Sporthalle stattfinden. Dort ist ein Notquartier für Menschen auf der Flucht eingerichtet. (Foto: RK Freistadt)

Die Sperre der Bezirkssporthalle ab Freitag rief prompt verärgerte Eltern von Schulkindern der Volksschule 1 und 2 auf den Plan. In diversen WhatsApp-Gruppen gingen die Wogen darüber hoch, dass gerade in dem Moment die Sporthalle nicht zur Verfügung stehe, da wegen des Wegfalls der meisten Corona-Schutzmaßnahmen der Turnunterricht drinnen ohne Maske wieder beginnen könnte.

Ersatzlösung gesucht

Bürgermeister Christian Gratzl (SPÖ) sagte umgehend zu, sich um eine Eratzlösung für den Turnunterricht in den betroffenen Schulen zu bemühen. Vizebürgermeisterin Sonja Seifried (SPÖ) hat selbst eine Tochter in der Volksschule 2. „Für viele Elternteile war die erste Reaktion ein ,um Gottes Willen‘, manche vertraten die Meinung, dass man den Kindern nicht zumuten könne, das Elend der Menschen auf der Flucht mitzuerleben“, berichtet die Kommunalpolitikerin im Tips-Gespräch. „Meine Tochter hat gleich gefragt, ob sie ihr Spielzeug mit den geflüchteten Kindern teilen darf. Es ist halt immer eine Frage, wie man den Kindern etwas vermittelt.“

Bewegungsdrang nicht nur in der Schule stillen

Seifried ist der Meinung, dass es ohnehin nicht nur Aufgabe der Schule sei, den Bewegungsdrang der Kinder zu stillen. „Die Sporthalle ist nur vorübergehend gesperrt. Wenn ich merke, dass meine Tochter nicht ausgelastet ist, gehe ich Ballspielen oder laufe mit ihr eine Runde.“

Flucht kindgerecht vermitteln

Das Miterleben des Schicksals der Geflüchteten aus der Ukraine könnten die Lehrkräfte zum Anlass nehmen, um den Kindern das Zeitgeschehen zu vermitteln. „Es gibt ja in etlichen Klassen schon Kinder mit Fluchterfahrungen aus ganz verschiedenen Ländern, die man jetzt kindgerecht aufarbeiten könnte“, so Seifried.


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