Freistädter Jürgen Ruckendorfer wurde zum Lebensretter
FREISTADT/LINZ. Der Freistädter Polizist Jürgen Ruckendorfer wurde Dienstag Nacht erneut zum Lebensretter. Gemeinsam mit Kollegen und dem Roten Kreuz rettete er einem 22-Jährigen das Leben. Vor einer Woche erst wurde Ruckendorfer mit der Lebensrettungsmedaille in Silber für seinen Einsatz bei einem Brand 2020 geehrt.

„Wir wurden eigentlich gerufen, weil eine Person die Straßenbahn nicht verlassen wollte“, erzählt Ruckendorfer, der bei der Sondergruppe SIG-42 in Linz arbeitet und eine schlaflose Nacht hinter sich hat. Als er mit seinen Kollegen Simon Polzer und Boris Lehner bei der Remise der Straßenbahn ankam, war der 22-Jährige noch bei Bewusstsein. Dann ging alles ganz schnell. „Der Mann sackte zusammen und hatte keinen Puls mehr und atmete nicht mehr“, sagt Ruckendorfer.
Die Polizisten haben den 22-Jährigen nach draußen gezogen und mit der Reanimation begonnen. „Gemeinsam mit den Sanitätern vom Roten Kreuz haben wir uns bei der Herzdruckmassage abgewechselt. Bis der Mann wieder zu atmen begann.“ Der Notarzt brachte den Patienten dann ins Krankenhaus, wo er sich gerade erholt.
Lebensrettungsmedaille in Silber
Gerade vor einer Woche erst wurde dem Freistädter Jürgen Ruckendorfer die Lebensrettungsmedaille in Silber des Landes OÖ verliehen. Bereits 2020 hatte er gemeinsam mit seinem Kollegen Armin Lumpelegger-Führicht einen Mann aus einem brennenden Hotelzimmer gerettet. Die Lebensrettungsmedaille in Bronze erhielt er bereits 2019, nachdem er gemeinsam mit Kollegen insgesamt 34 Personen aus einem brennenden Wohnhaus in Linz gerettet hat. „Bei unseren Einsätzen muss man immer mit allem rechnen“, sagt Ruckendorfer. „Wichtig ist es die Nerven zu bewahren und ruhig zu bleiben.“ Er arbeitet seit 2011 für die SIG-42 (Schnelle Interventionsgruppen) vom Linzer Stadtpolizeikommando, die zum Einsatz kommt, wenn erhöhtes Gefährdungspotential gegeben ist.


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