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KALTENBERG. Am 8. Mai 1923 wurde Schwester Virgina Hennerbichler in Kaltenberg im Mühlviertel geboren und auf den Namen Maria getauft. Sie besuchte dort die Volksschule und musste gleich danach in der kleinen Landwirtschaft der Eltern mithelfen. Jahre später kam sie in ein Herrenhaus, wo sie sich um die kleinen Kinder und deren kranke Mutter kümmerte. 

Abschied von Afrika (Foto: Kloster Wernberg)
  1 / 2   Abschied von Afrika (Foto: Kloster Wernberg)

Bereits 26-jährig - für die damalige Zeit nicht mehr ganz jung – trat sie schließlich 1950 bei den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut im Kloster Wernberg (Kärnten) ein und erhielt dort den Namen Virgina sowie ihre Ordensausbildung. Nach der Ersten Profess kam sie zu den Mariannhiller Patres nach Riedegg.

Im Jahr 1955 machte sie sich auf die Reise zu ihrem Missionseinsatz nach Zimbabwe, dem damaligen Rhodesien. Seit 1909 wirkten die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut bereits in diesem afrikanischen Land. Überall dort, wo ihre Hilfe gebraucht wurde, kümmerte sich Sr. Virgina mit Hingabe um Haushalt und Garten, sie umsorgte die Schwestern und Mitarbeiter sowie eine große Zahl an Schülerinnen. Sie alle zu verköstigen war nicht immer einfach.

Ihr Herzensanliegen war es stets, den ihr geschenkten Glauben durch ihr persönliches Zeugnis an möglichst viele Menschen weiterzuschenken.

Eine sehr herausfordernde Zeit erlebte sie in der Zeit des Freiheitskampfes ab 1976. Trotz mehrerer Überfälle, denen auch Missionarinnen zum Opfer fielen, verblieb Sr. Virgina bei den einheimischen Schwestern. 1979 ging der Krieg zu Ende. Der Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Schulen war mühsam und langwierig.

Schwester Virgina blieb noch bis 2000 in Zimbabwe, dann kam sie nach zurück nach Wernberg. Mehrere Jahre half sie gerne auch hier mit bei der Garten- und Hausarbeit. Alters- und krankheitsbedingt wird sie heute auf der Pflegestation des Klosters fürsorglich umsorgt und verbringt die meiste Zeit mit dem Beten des Rosenkranzes.

Rückblickend auf ihr Leben als Ordensfrau und Missionsschwester sagt sie: „1950 bin ich in Wernberg eingetreten und ich hab es nie bereut.“


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