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Online Redaktion, 03.07.2023 08:08

WEITERSFELDEN. Tips-Leser Ludwig Riepl aus Weitersfelden hat einen Leserbrief zur Blockade des MRT-Ankaufs für das Klinikum Freistadt geschickt - mit einem persönlichen Beispiel einer Odyssee zu einer MRT-Untersuchung.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

In den Medien erfahre ich, dass der Bund den beschlossenen MRT-Ankauf für die Kliniken in Freistadt, Kirchdorf und Grieskirchen blockiert. Angeblich ist Österreich eines der reichsten Länder und unsere Politikgrößen verteilen hunderte Millionen in die EU und in die restliche Welt. Die drei O.Ö. Spitäler warten aber seit Jahren auf die dringend benötigten MRT-Geräte. Die Angestellten der genannten Spitäler versuchen diese Defizite durch großen persönlichen Einsatz zu irgendwie zu kompensieren.

Die fehlenden MRT-Geräte sind aber ein totales politisches Versagen, das niemand mehr versteht. Die fehlenden Geräte sind für die Patienten seit Jahren eine große Belastung. Ein Beispiel aus dem Alltag: Alle möglichen Untersuchungen wurden im heimatlichen Spital gewissenhaft erledigt. Leider fehlt noch eine MRT-Diagnose. Der Patient wird vorläufig entlassen. In einer Woche muss er um 7 Uhr nüchtern wieder im KH Freistadt sein. Tagesaufnahme mit Anmeldung, Untersuchung, Blutdruck, EKG, ein Zugang wird gelegt, Blutabnahme etc. Um 9 Uhr kommt ein freundlicher Rotkreuzfahrer.

Seit einer Woche haben wir um 10 Uhr im KH Rohrbach den MRT-Termin reserviert. Der Rot-Kreuz-Mann wollte kurz warten und gleich wieder den Rücktransport durchführen. Leider kommt der Patient erst um 12 Uhr an die Reihe. Das Rot-Kreuzmann muss alleine nach Freistadt zurück fahren. Der Patient wartet zwei Stunden auf dem Gang im KH- Rohrbach und darf sich in einen Nebenraum legen, wenn er das Sitzen nicht mehr aushält. Gegen 13 Uhr kommt das Rote-Kreuz wieder von Freistadt nach Rohrbach für den Heimtransport. Ein Flasche Mineralwasser und ein Käse- bzw. Wurstsemmerl gibt es als Trost. Im KH-Freistadt wartet um 14 Uhr das Mittagessen, die Schwestern sind wie immer sehr bemüht.

Gegen 17 Uhr ist der Patient wieder zu Hause. Ein unverständlicher Aufwand für eine Untersuchung die man eigentlich in 20 bis 30 Minuten erledigen könnte, wenn ein MRT-Gerät in Freistadt wäre. Für das hochengagierte Rotkreuz- und Klinikpersonal einen römischen Einser, aber für die verantwortlichen Politiker einen Fünfer mit Rufzeichen! Ein glattes Nichtgenügend und völliges Versagen der verantwortlichen Politiker bzw. Entscheidungsträger auf Kosten der heimischen Steuerzahler am Land.

Leserbrief von Ludwig Riepl, Weitersfelden


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