Königswiesener Marktplatz: Jetzt geht es an die Planung
KÖNIGSWIESEN. Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Geschehens ist der Marktplatz. Auf seiner Belebung liegt der Arbeitsschwerpunkt der Gemeindepolitik im Jahr 2024.

Der Marktplatz soll attraktiver werden, die Aufenthaltsqualität steigen – mit diesem Ziel ging die Gemeinde, wie Tips berichtete, in einen Bürgerbeteiligungsprozess. „Dieser ist abgeschlossen, wir kennen nun die Bedürfnisse, Anforderungen und Wünsche der Bevölkerung“, sagt Bürgermeister Roland Gaffl (fürKW). „Damit die Leute mehr Zeit auf dem Marktplatz verbringen und folglich auch etwas konsumieren, müssen attraktivierende Maßnahmen gesetzt werden“, weiß das Gemeindeoberhaupt.
Eckpunkte der Neugestaltung sind die Entsiegelung von Flächen und die Schaffung neuer Sitzgelegenheiten und einer Zone, wo sich auch Kinder sicher aufhalten können. „Der Gesamtplan wird heuer in den Ausschüssen entwickelt werden, damit wir dann budgetieren und danach umsetzen können“, so Gaffl. Eine Exkursion zu gelungenen Gestaltungsbeispielen ist für April geplant. Für den Bürgermeister war das große Interesse an der Bürgerbeteiligung eine Bestätigung für den mit der Marktplatzgestaltung eingeschlagenen Weg. „Auch Linz denkt mit einer großen Gruppe an Interessenten über die Innenstadtgestaltung nach.“
Radsport-Wochenende
Zum Ziel, den Ortskern durch Tagesbesucher zu beleben und auch die Nächtigungsfrequenz zu steigern, tragen Veranstaltungen wie der Josefimarkt am 19. März und eine Reihe von hochkarätigen Radveranstaltungen (Staatsmeisterschaften im Straßenrennen und Zeitfahren) im Juni bei (siehe Infobox). Darin eingebettet ist die Eröffnung des Pumptracks, einer Radbahn mit Steilkurven und Sprüngen. Durch Auf- und Abwärtsbewegung mit dem Rad wird Tempo gemacht. „Baustart für die öffentlich zugängliche Anlage beim Union-Sportplatz wird im April sein“, freut sich Roland Gaffl schon auf das neue Sportangebot für Kinder und Jugendliche. „Das Radwochenende bedeutet für Königswiesen als Tourismusdestination und als Austragungsort für Spitzen-Radsportveranstaltungen eine extreme Aufwertung“, ist der Bürgermeister überzeugt.
Die lieben Finanzen
Ein Dauerbrenner-Thema sind auch für Königswiesen die Gemeindefinanzen. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung in den Ortszentren sowie in den Siedlungen auf LED ist im Finale. Rund 30.000 Euro bleiben durch die Stromersparnis jährlich mehr in der Gemeindekasse. Generell regt Gaffl aber an, die angeschlagene Gemeindefinanzierung auf neue Füße zu stellen. Der Begriff Gemeindeautonomie darf kein Lippenbekenntnis von Bund und Land OÖ sein.“
Nurse-Projekt läuft aus
Eine weitreichende Lösung ist auch in Sachen Fortsetzung des Community-Nursing-Projekts nötig, das bis Ende 2024 befristet ist. „Das Projekt hat sich bei uns bewährt, unsere sehr engagierte Nurse Vanessa Baumgartner hat gute Erfolge in der Beratung erzielt, damit ein Verbleib der Betreuung in den eigenen vier Wänden anstatt eines Pflegeheimes möglich wurde.“ Da das Projekt bisher nicht verlängert wurde, hat sich die Nurse beruflich neu orientiert. „Ich hoffe sehr, dass wir es schaffen, weiterhin ein breites Spektrum an Leistungen rund um die Pflege daheim zu bieten. Die handelnden Personen müssen nicht nur diplomierte Kräfte sein“, meint der Bürgermeister.


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