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FREISTADT. Freistadt übt für den Blackout-Fall. Die Bauhof-Mitarbeiter trainierten Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung. 

  1 / 2   Freistadts Bauhof-Mannschaft im Pumpwerk Galgenau, der letzten Station am Blackout-Übungstag. (Foto: Stadtgemeinde Freistadt)

Ein mehrtägiger Stromausfall im Südwesten Berlins zu Beginn des Jahres hat gezeigt, wie schnell kritische Infrastruktur zusammenbrechen kann. Bei klirrender Kälte fiel in zahlreichen Haushalten die Heizung aus – es herrschte Ausnahmezustand.

„Wir hoffen, dass dieser Ernstfall nie eintritt. Sollte er doch eintreten, wollen wir als Gemeinde bestmöglich vorbereitet sein“, sagt Bürgermeister Christian Gratzl. „Damit im Krisenfall jeder Handgriff sitzt, üben und schulen wir unsere Mitarbeiter regelmäßig.“

Trinkwasserversorgung hat oberste Priorität 

Die Bauhofmannschaft trainierte kürzlich alle Maßnahmen, die im Falle eines länger andauernden Stromausfalls nötig sind, um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Pumpwerke, Hochbehälter und Entsäuerungsanlagen sind auf Strom angewiesen und müssen im Krisenfall mit Notstromaggregaten betrieben werden.

„Wir sind gut vorbereitet. Unsere wichtigsten Anlagen sind mit fixen Notstromaggregaten ausgestattet. Einzelne Drucksteigerungsanlagen für höher gelegene Häuser können im Krisenfall stundenweise mit mobilen Aggregaten versorgt werden“, erklärt Zivilschutzbeauftragter Martin Danner, der die Übung leitete.

Selbsthilfe-Basen für die Bevölkerung

Eine weitere zentrale Aufgabe der Gemeinde im Katastrophenfall ist die Information der Bevölkerung über lokale Maßnahmen. Bei einem Blackout würden gewohnte  Kommunikationswege wie Handy, Internet oder Festnetz ausfallen. „Für diesen Fall richten wir drei Selbsthilfe-Basen ein – im Norden, im Süden und im Zentrum der Stadt, sodass sie für die Bevölkerung gut zu Fuß erreichbar sind“, informiert Stadtamtsleiter Riegler.

Diese Basen dienen als Anlaufstellen für Menschen, die Hilfe benötigen, ebenso wie für Freiwillige, die unterstützen möchten. Sie sind mit Funkgeräten ausgestattet, sodass Notrufe an Einsatzorganisationen abgesetzt werden können, und fungieren als Kommunikationsdrehscheibe über lokale Entwicklungen. Freistadts Selbsthilfe-Basen werden in der Musikmittelschule (Bahnhofstr. 18), im Salzhof (Salzgasse 15) und in der Tennisanlage (Eglsee 12) eingerichtet. Sie werden aktiviert, sobald von offizieller Seite ein Blackout festgestellt wird. 

Vorsorge auch im eigenen Haushalt wichtig

Was die Gemeinde im Falle eines Blackouts nicht leisten kann, ist die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Jede Familie sollte daher einen eigenen Notfallplan erstellen und einen Vorrat für etwa 14 Tage zuhause haben. Hilfreiche Informationen zur persönlichen Krisenvorsorge bietet der Zivilschutzverband OÖ.  


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