Tschechiens Atompläne und die Endlagersuche: Infoabend in St. Leonhard
ST. LEONHARD. Tschechien setzt auf einen massiven Ausbau der Atomkraft. Gleichzeitig rückt die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zunehmend in den Fokus – auch in Grenznähe zu Österreich. Ein Infoabend am Dienstag, 15. September, in St. Leonhard bei Freistadt beleuchtet die aktuelle Situation gemeinsam mit Fachleuten und NGOs aus Tschechien.

Tschechien plant einen weitreichenden Ausbau der Atomkraft. Kritikerinnen und Kritiker sehen darin einen schwer nachvollziehbaren Weg – nicht zuletzt angesichts der Folgen der Klimakrise für den Betrieb von Atomkraftwerken. Ungeklärt bleibt zudem die Frage des radioaktiven Abfalls. Tschechien wird für die hochradioaktiven Hinterlassenschaften seiner Atomkraftwerke ein Endlager benötigen.
In der engeren Auswahl für ein solches Lager befinden sich derzeit vier Standorte in Grenznähe zu Österreich. Diese sollen nun geologisch genauer untersucht werden. Geplant ist ein Lager für rund 10.000 Tonnen hochradioaktiven Mülls. Kritische Stimmen bezweifeln allerdings, ob diese Kapazität langfristig ausreichen kann.
Um über den aktuellen Stand der Endlagersuche und die Situation in Tschechien zu informieren, laden die Marktgemeinde St. Leonhard bei Freistadt und das Anti Atom Komitee zu einem Informationsabend ins Kulturzentrum ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung ist nicht erforderlich.








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