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BEZIRK FREISTADT/OÖ. Bald ist es wieder soweit, kaum werden die Nächte milder, zumindest aus Sicht der Frösche und Kröten beginnen sie mit der jährlichen Wanderschaft zu ihren Laichplätzen. Für viele ist es jedoch die letzte Reise, sie enden tot auf der Straße.

Grasfrosch Foto: Josef Limberger
Grasfrosch Foto: Josef Limberger

Frostfreier Boden, Abendtemperaturen ab Grad und Regen bedeuten gute Bedingungen für die kleinen Wanderer. Die ersten, die zu ihren Laichplätzen aufbrechen, sind Erdkröte, Grasfrosch, Teichmolch und Bergmolch. Um dort anzukommen, müssen Amphibien viele gefährliche Hindernisse wie Straßen überqueren. Tausende von ihnen verlieren dadurch jedes Jahr ihr Leben.

Die beste Lösung wäre oft der Bau von Leiteinrichtungen und Straßenunterführungen, sogenannten „Froschtunnels“, an den richtigen Stellen. Dadurch ist auch für die rückwandernden Lurche und andere Kleintiere ganzjährig und dauerhaft das gefahrlose Queren der Straße gesichert. Diese Variante ist aber kostenintensiv, weshalb sie nur selten realisiert wird.

„Es gibt jedoch kostengünstige Alternativen, wie eine Geschwindigkeitsreduktion auf 30 Stundenkilometer, auf von den Tieren stark frequentierten Straßen und das Aufstellen von Amphibienzäunen, um das Überleben der Lurche zu sichern,“ verrät Gudrun Fuß, Ökologin des Naturschutzbund Oberösterreich. Entlang mehrerer stark genutzter Wanderstrecken stellt der Naturschutzbund Oberösterreich mit Hilfe ehrenamtlicher Helfer schon seit vielen Jahren Amphibienschutzzäune auf. Jedoch ist die Betreuung dieser Einrichtungen sehr aufwändig, da die Zäune während der Wanderungszeit täglich kontrolliert werden müssen.

Helfer sind daher jederzeit willkommen! Wer Interesse an der Mithilfe beim Aufstellen und Kontrollieren der Zäune hat oder wer von Amphibien stark frequentierte Straßenabschnitte bekanntgeben möchten, der meldet sich bitte unter: oberoesterreich@naturschutzbund.at.


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