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Wie heißt das Zauberwort?

Kolumne von Tips-Redakteuerin Susanne Überegger Foto: Wodicka
Kolumne von Tips-Redakteuerin Susanne Überegger Foto: Wodicka

„Wenn du was Süßes möchtest, iss einen Apfel!“, „Und ja schön grüßen....mit der rechten Hand!“ oder „Warum muss ich immer alles dreimal sagen?“ Jeder kennt aus der eigenen Kindheit nervige Sätze, für die man seine Eltern damals am liebsten in das berühmte Land, wo der Pfeffer wächst, geschickt hätte. Wer hat sich selbst als Kind nicht geschworen, den eigenen Nachwuchs später mal auf keinen Fall mit typischen Floskeln wie „Bis zum Heiraten ist es wieder gut“ zu behelligen? Naja...und dann bekommt man selber Kinder. Wie schnell gute Vorsätze da über Bord geworfen werden! Den Klassiker „Ich zähle jetzt bis drei!“ – das „zwei-hei-ei-ei!“ wird hinausgezögert, bis sich das Kind auch wirklich anschickt, den mütterlichen Anweisungen Folge zu leisten – packe ich sicher jeden Tag einmal aus, und auch andere Sprüche wie „Weil ich es sage!“ und „Hast du dich auch bedankt?“ kommen mir öfter, als mir manchmal lieb ist, über die Lippen. Asche auf mein Haupt! Aber wie es im Elternleben so ist, die Söhne und Töchter halten einem eh ungeniert den Spiegel vor. Unser Ältester maßregelte vor kurzem den Jüngeren, als diesem eine Stück Brot runterfiel und er es einfach achtlos liegen ließ, mit: „Heb das sofort wieder auf! Es gibt arme Kinder auf der Welt, die haben überhaupt gar nichts zum Essen!“ Der Zweijährige kommentierte die kolossale Unordnung im Zimmer seines Bruders mit: „Was ist denn das für ein Saustall?“ Und der Sechsjährige konterte auf meine Frage: „Wie heißt das Zauberwort?“ mit „Abrakadabra!“


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