Von Nerven und Falten

Es gibt Tage, da hab ich mein Tageskontingent an Nerven bereits am frühen Morgen verbraucht. Etwa wenn die beiden Großen sich schon vorm Frühstück raufend in den Haaren liegen, der Kleine das Milchglas vom Tisch fegt, ich mich beim Wegräumen an den Scherben schneide, in der Zwischenzeit das Brot im Toaster verbrennt und es die Heidelbeermarmelade auf wundersame Weise (das ist selbstverständlich ironisch gemeint) bis zur cremefarbenen Couch geschafft hat (ja, eh, selbst Schuld, wer sich ein Sofa mit dieser überaus kinderkompatiblen Farbe zulegt) und zuguterletzt drei Kinder gleichzeitig auf die Toilette müssen. Nein, nicht für kleine Jungs.
Daher: Verurteilen Sie nie eine Mutter, die leicht derrangiert daherkommt: Sie hat mit Sicherheit ihre verdammt guten Gründe dafür! Und dann gibt es Tage, da könnt ich einfach zusammenbrechen – und zwar vor Lachen mit den und über die Jungs.
Alleine, welche Sprüche der Nachwuchs öfter klopft! Jüngste Meldungen wie „Mama, wenn du alt bist, bist du dann meine Oma?“ (Überlegung unseres Sechsjährigen) oder „Mama, kriegst du jetzt gleich die Krise?“ (Sohn, 2 Jahre) sorgen für viele sonnige Momente im Mama-Leben.
Regelrecht vor Lachen vom Sessel gefallen bin ich aber, als mir Folgendes erzählt wurde: Die kleine Tochter einer Freundin bemerkte, mit Blick auf die nackte Brust ihrer Mutter (drei Kinder, sie hat alle gestillt), trocken: „Goi, Mama, dein Busen ist tot!“ Ja, Kinder hinterlassen so ihre Spuren. Am liebsten sind mir da aber doch noch die Lachfältchen!


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