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FREISTADT. Vor sieben Jahren wurde bei Marianne Einfalt die schwere Lungenerkrankung COPD (chronic obstructive pulmonary disease) diagnostiziert. Seit 2011 geht ohne ständigen Sauerstoff bei ihr nichts mehr. Ein Infekt raubte ihr schließlich Anfang Mai die letzte Luft – es herrschte Lebensgefahr. Auf der Intensivstation des LKH Freistadt musste sie künstlich beatmet werden – sechs Wochen lang.

Marianne Einfalt mit Primar Norbert Fritsch und Intensiv- und Anästhesie-Pflegeleiter Dominik Palmetshofer (v.l.)

„Ich habe es noch einmal geschafft – ich bin ihm nochmal runter gehüpft von der Schaufel“, sagt Marianne Einfalt nach drei Monaten im LKH Freistadt. Zwei Monate davon lag die 61-jährige Hagenbergerin auf der Intensivstation. Sie leidet – wie rund 400.000 Österreicher – unter der nicht heilbaren Lungenkrankheit COPD. „Ich bekam einen Infekt und ich habe leider zu lange gewartet, weil ich dachte es wird schon“, erzählt die Patientin. Durch die Vorschädigung und die Lungenentzündung wäre sie ohne künstliche Beatmung erstickt.

Künstliche Beatmung in halbwachem Zusatand

Während der Beatmungszeit war sie in einem halbwachen Zustand. Primar Norbert Fritsch, Abteilungsleiter Innere Medizin: „Sie muss so angepasst sein, dass die Patientin keine Schmerzen hat und Tubus und Beatmung toleriert werden. Gleichzeitig soll sie möglichst wach und kontaktfähig bleiben, um mit maschineller Unterstützung Atemtraining machen zu können.“ „Es beschleunigt den Heilungsprozess, wenn die Patientin selbst bei Pflegehandlungen und Therapien aktiv mitmachen kann“, erklärt Intensiv- und Anästhesie-Pflegeleiter Dominik Palmetshofer. Trotz vieler Kabel und Schläuche erhielt Einfalt Physio- und Ergotherapie. Ernährt wurde sie durch eine Sonde. Im LKH Freistadt wurde sie Schritt für Schritt wieder aufgebaut. „Es ist ein riesen Erfolg, wenn du wieder alleine essen und gehen kannst“, sagt die zweifache Großmutter. „Ich habe mir immer gesagt: ich muss das schaffen. Ich möchte noch mehr von meinen beiden Enkelkindern erleben.“


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