116 Tonnen Textilien landen jährlich im Volkshilfe-Shop in Freistadt
FREISTADT. Eine Alternative zur Wegwerf-Kultur bietet der Volkshilfe-Shop in Freistadt. Im Vorjahr wurden insgesamt 116 Tonnen Textilien bei der Volkshilfe abgegeben. Nach dem Konkurs eines Unternehmens wurde der Shop neu eingerichtet.

Fünf Mitarbeiter, vier freiwillige Helfer und zwei Fahrer kümmern sich um den reibungslosen Ablauf im Volkshilfe-Shop. Gut erhaltene Kleider- und Sachspenden können abgegeben werden, für sperrige Dinge, wie Möbel, gibt es einen Abholservice. Auch die Volkshilfe-Container sind eine wichtige Abgabestelle. „Bevor die Waren zum Verkauf kommen, werde sie einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen“, erklärt Barbara Tröls, Leiterin der Volkshilfe Freistadt. Mit den Einnahmen werden wiederum Volkshilfe-Projekte für armutsgefährdete und beschäftigungslose Menschen finanziert.
Nachhaltigkeit
Im Vorjahr wurden insgesamt 116 Tonnen Textilmengen im Shop abgegeben, 2017 waren es rund 114 Tonnen. „Wir leben Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit“, sagt Tröls und erzählt, dass auch immer mehr junge Leute auf Nachhaltigkeit setzen und im Volkshilfe-Shop einkaufen. „Menschen mit ökologischem Gewissen kaufen gebrauchte Waren, verlängern so Lebenszyklen von Produkten und entlasten die Umwelt. Bei uns darf jeder einkaufen, nicht nur von Armut betroffene Menschen“, sagt Tröls. „Man braucht keine besondere Karte oder Mitgliedschaft.“ Die Kundenfrequenz beträgt 22.000, das mit zirka 1.830 Kunden pro Monat. Der Volkshilfe-Shop ist auch ReVital-Partner. In acht Gemeinden im Bezirk Freistadt werden gut erhaltene Möbel und Produkte in den Altstoffsammelzentren gesammelt und kommen dem Volkshilfe-Shop zugute.
Neueröffnung nach Umbau
Nach dem Umbau wurde der Shop im Juli neu eröffnet. Durch den Konkurs einer Firma durften die Mitarbeiter die Einrichtung übernehmen. „Wir haben jetzt eine Einrichtung wie ein richtiges Bekleidungs-Geschäft. Da kommen die Stücke noch mehr zur Geltung“, sagt Tröls. Neben Kleidung und Möbeln gibt es auch Bücher, Geschirr, Schuhe und Kinderspielsachen. Auch beim Verkaufspersonal erfüllt die Volkshilfe in den Shops einen wichtigen sozialpolitischen Auftrag. Mehrere Shops in Oberösterreich werden als Sozialökonomische Betriebe geführt. Dabei werden regionale Arbeitsplätze für Menschen geschaffen, die am ersten Arbeitsmarkt oft keine Chance haben.


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