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BEZIRK. Die Rotkreuz-Mitarbeiter sind in der Silvesternacht für alle Fälle gerüstet. Typischerweise versorgen die Rettungsdienst-Mitarbeiter um den Jahreswechsel vermehrt Nachtschwärmer. Allerdings passieren auch immer wieder Unfälle mit Feuerwerkskörpern.

Zu viel gefeiert oder Pech mit den Feuerwerkskörpern: Das Rote Kreuz steht an Silvester mit einem Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Foto: Rotes Kreuz/Mader

Bereits an den Weihnachtsfeiertagen, von 24. bis einschließlich 26. Dezember, standen in Oberösterreich mehr als 750 zum größten Teil freiwillige Rettungsdienst-Mitarbeiter im Einsatz.

260 Rettungs- und Notfallsanitäter in ganz OÖ im Einsatz

Auch in der Silvesternacht sorgt das Rote Kreuz mit 120 Rettungsautos (SEW) und rund 260 Rettungs- und Notfallsanitätern für rasche Hilfe in Oberösterreich. Zusätzlich sind landesweit 18 Notarztfahrzeuge mit Notfallsanitätern und Notärzten besetzt. Die Disponenten in den Leitstellen koordinieren die Rettungseinsätze in der letzten Nacht des Jahres. Sie sorgen dafür, dass die benötigte Hilfe überall ankommt.

Erste-Hilfe-Tipps für eine sichere Silvesternacht

Typischerweise versorgen die Rettungsdienst-Mitarbeiter in der Silvesternacht vermehrt Nachtschwärmer. Allerdings passieren immer wieder Unfälle mit Feuerwerkskörpern, die im Krankenhaus enden. „Zu den häufigsten Verletzungen zählen Verbrennungen und Gehörschäden“, verrät OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter. Folgende Tipps sollen die Silvesternacht sicherer machen:

Verbrennungen

Raketen und Knaller können bei falscher Handhabung brandgefährlich werden. „Als erste Maßnahme Wunde sofort mit handwarmen Wasser kühlen – höchstens jedoch 10 Minuten“, weiß OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. „Ist der verletzten Person kalt, die Kühlung umgehend stoppen. Danach die Wunde mit einer keimfreien Wundauflage bedecken und diese mit einem lockern Verband verbinden. Bei großflächigen Verbrennungen den Notruf 144 wählen. In diesem Fall die Wunde nicht kühlen – sonst besteht Unterkühlungsgefahr!“

Augenverletzungen

Feuerwerke können schnell ins Auge gehen. „Größere Fremdkörper auf keinen Fall selbst aus dem Auge entfernen, sondern umgehend den Notruf wählen“, erklärt Walter Aichinger. Kleinere Partikel vorsichtig mit einem sauberen Taschentuch oder Wattestäbchen abtupfen.

Abgetrennte Finger

Ein Fall für die Rettung sind abgetrennte Finger. Bis zum Eintreffen der Sanitäter die Blutung mit einem Druckverband stoppen und die Wunde versorgen. Abgetrennte Körperteile sind wie jede andere Wunde zu behandeln. „Den abgetrennten Finger in keimfreies Verbandmaterial wickeln und in dann in ein Plastiksackerl geben“, sagt Rotkreuz-Präsident Aichinger.

Gut geeignet sind das Dreiecktuch oder die Rettungsdecke aus dem Verbandskasten – im Notfall geht auch ein frisch gewaschenes Stofftaschentuch. Hände weg von Eis und Wasser – mit beidem sollten abgetrennte Gliedmaßen nicht in Berührung kommen.

Knalltrauma

Jedes Jahr erleiden Menschen Gehörschäden durch Böller. „Hört man plötzlich schlechter und hat Schmerzen im Ohr, können das Anzeichen für ein Knalltrauma sein. In diesem Fall ins Ruhige gehen und einen Arzt aufsuchen“, rät Aichinger.


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