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WINDHAAG. Respekt und Anerkennung für Teilnehmer und Veranstalter auf der einen Seite, große Sorgen wegen der Kosten und der Klimafolgen auf der anderen: Das ist die Bilanz des Alternativ-Energie-Vordenkers Alfred Klepatsch. Der Windhaager hatte am dritten Rallye-Tag zu einer Alternativ-Veranstaltung eingeladen, an der mehr als 50 Menschen teilnahmen.

 (Foto: Oskar Fleischanderl)
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Alfred Klepatschs Leserbrief lautet folgendermaßen: 

Die eine Seite: Wirtschaftsbelebung

Respekt und Anerkennung dem Organisationsteam – als Anrainer muss ich erwähnen, dass einen Tag nach dem Event alles sauber weggeräumt war! Respekt auch den Teilnehmern zu ihren Leistungen, beeindruckend wie sie unter widrigen Verhältnissen ihre Fahrzeuge auf Kurs halten! Die Wirtschaftsbelebung wird besonders hervorgehoben: Klar, Vollgas = mehr Reifenverschleiß = mehr Treibstoff = mehr Wirtschaft; mehr Zuschauer = mehr Konsum = mehr Einnahmen für Feuerwehren, Vereine, Wirte, … Auch indirekt belebt ökologisches Fehlverhalten die Wirtschaft: mehr Umweltbelastung = mehr Klimakatastrophen (Stürme, Dürren, Waldbrände, Hochwässer, …) = mehr Reparaturaufträge. Scheinbar eine Win-Win-Situation?!?

Die andere Seite: Wer bezahlt die Gesamtrechnung?

Jetzt die andere Seite, die Großteils (auch in den Medien) ausgeblendet bleibt: Wer bezahlt langfristig die Gesamtrechnung? Dafür haben wir eh Versicherungen, Katastrophenfonds und die Feuerwehren. Das wird aber nicht reichen! Übrig bleibt eine Negativbilanz, die vor allem den nächsten Generationen aufgebürdet wird! Dies durch immer häufigere und intensivere Klimaextreme, Ressourcenverknappung und Auslandsabhängigkeit. Zudem werden sie sich von den anerzogenen, glorifizierten Zielen und Verhaltensmustern, wie Vollgas, noch schneller; noch mehr, immerwährendes materielles Wirtschaftswachstum usw. abwenden müssen, weil dies auf Dauer nicht zu halten sein wird (2023 wurde der österreichische Erschöpfungstag bereits mit 6. April in den Medien verkündet!).

Mich tröstet dabei auch nicht, dass die Jännerrallye als klimaneutral zertifiziert wurde – laut Medienbericht wurde für 484 Tonnen Kohlendioxid (das entspricht einer Benzinmenge von mehr als 200.000 Litern) Ausgleichszahlungen für ein indisches Windkraftwerk getätigt. Zuerst wird Schaden angerichtet, der dann mit Geld neutralisiert wird - früher nannte man dies Ablasshandel!

Ein Trost bleibt mir für dieses Wochenende aber doch: Ich habe zu einer Alternativveranstaltung – einer Kunst- und Skulpturenwanderung – eingeladen und mehr als 50 Personen sind bei widrigen Wetterverhältnissen gekommen und waren mit großem Interesse dabei. Abschließen möchte ich mit folgendem Gedanken: Eine wirklich gute Zukunftsperspektive für unsere Kinder/Enkelkinder/… eröffnet sich nur dann, wenn wir die Gier nach immer mehr/schneller/höher/… durch Vernunft und Augenmaß ersetzen! Das sehe ich als die wichtigste gesellschaftspolitische Aufgabe!

 


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