MÜK macht im Sommer Mode
FREISTADT. Was ist eigentlich Mode? Antworten auf diese Frage gibt es in der Sommerausstellung im Mük von Juli bis September. 10 Modemacherinnen aus Oberösterreich präsentieren in Freistadt außergewöhnliche Handwerkskunst – umgesetzt in Hüten, Kleidern und dazu passenden Accessoires.

Dass man im Mük individuelle Mode erstehen kann, ist längst kein Geheimtipp mehr. Grund genug für die beiden Kuratorinnen Carin Fürst und Karin Geishofer, den heurigen Sommer diesem Thema zu widmen und mit Modeschaffenden der Region eine feine Ausstellung zu entwickeln. Denn der Sommer ist in der Galerie im Mük schon traditionell dem Handwerk gewidmet. Die Vielfalt der Techniken und das große handwerkliche und kunsthandwerkliche Können der regionalen Mitwirkenden sollen damit gewürdigt werden.
Vielfalt an Handwerkstechniken
In einem Gang aus Stoffbahnen betritt man die Ausstellung und ist sofort fasziniert von den edlen Materialien wie Leinen, eigens gefertigtem Blaudruck, Filz, Wolle und Garn. Es gibt Genähtes, Gestricktes, Bedrucktes, Gewalktes und Gehäkeltes. Die Schnitte sind ebenso einfach wie individuell und raffiniert. Aber auch besondere Hutkreationen fallen ins Auge. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Mük von Mittwoch bis Samstag, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. An der Sommerausstellung wirken folgende zehn Handwerkerinnen und Handwerker mit: Karin Geishofer aus Bad Leonfelden (Hani & Frida), Barbara Kempter aus Pregarten (Zeitlos Design), Heidemarie Url und Margit Kriechbaumer aus Schönau (Mahei), Christina und Fritz Prunthaller aus Linz (Masi), Gerda Kohlmayr aus Krumau am Kamp, Elke Madlmayr aus Ottensheim, Christian Riedl aus Altenberg, Nicole Haghofer aus Freistadt, Marie Wagner aus Leonding und Birgit Wagner aus Haslach.
Gedenkausstellung noch bis 3. August
Parallel zur Sommerausstellung im ersten Stock ist noch bis 3. August im zweiten Stock des Mük eine Gedenkausstellung an den Maler und Keramiker Matthäus Fellinger zu sehen. Am 11. Juni wäre der Künstler 100 Jahre alt geworden. Eine Ausstellung würdigt das Schaffen des Keramikers und Malers, der ein Stück Mühlviertler Kunstgeschichte schrieb. Mit 15 Jahren erkrankte er an einer Gehirnhautentzündung und wurde gehörlos. Bei einer Lehre zum Keramikmaler wurde sein Talent entdeckt und er zu Studium ermutigt. Bekannt wurde Fellinger durch seine großflächigen Keramikarbeiten für Kunst am Bau.


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