Rekord bei Fallschirm-Punktlandung
FREISTADT. Spannend und sehr erfolgreich für die heimischen Sportler ging das Fallschirm-Zielspringen am Flugplatz Freistadt aus. Gernot Alic vom Heeresfallschirmspringerclub (HFSC) war einer der erfolgreichsten Springer an diesem Tag und stellte einen österreichischen Rekord auf.

Nach sieben der acht Wertungsdurchgängen stand Gernot Alic als Sieger fest, war aber auch noch auf Rekordkurs. Nach fünf Nullpunkt-Landungen in Serie sprang Gernot Alic unter Schiedsrichterbeobachtung noch ein achtes Mal, verfehlte den Nullpunkt nur um einen Zentimeter und stellte damit einen neuen österreichischen Rekord im Fallschirm-Zielspringen auf: Fünf “Nuller“ in Serie und einmal einen Zentimeter Abweichung - nach dem österreichischen Rekord im Speed Skydiving durch Thomas Christof bei der Staatsmeisterschaft in Wels (509 km/h) ein weiterer österreichischer Rekord für einen Springer des HFSC-Freistadt!
Knappe Entscheidung um Platz zwei
Dramatisch gestaltete sich auch das Stechen um Platz zwei der Gesamtwertung. Nach sieben Durchgängen lagen Fabian Resch vom HSV Red Bull Salzburg (Klassischer Zielschirm) und Stefan Hofstadler vom HFSC-Freistadt (Schneller Sportschirm) mit elf Punkten ex aequo auf Rang zwei. Die beiden Fallschirmsportler schwangen sich noch ein achtes Mal in die Lüfte. Stefan Hofstadler bewahrte im Stechen die Nerven, zeigte mit einem weiteren Nuller seinen besten Sprung im Wettbewerb und kürte sich zum Vizemeister vor Fabian Resch, der im Stechen einen Sprung mit vier Zentimeter Abweichung zeigte.
Überragender Springer
Der beste Einzelspringer der Meisterschaften in Freistadt aber war Gernot Alic. Er ist der Gewinner der offenen Wertung, er ist oö. Landesmeister sowie ÖHSV Verbandsmeister in der allgemeinen und Masters Klasse. Das Sahnehäubchen auf den Erfolgen ist der Rekord.
Bestes Team kommt aus Freistadt
Das beste Team der offenen Wertung und der ÖHSV Verbandsmeisterschaft kommt vom HSV Red Bull Salzburg. Mit einer Gesamtabweichung von 41 Zentimetern aus sieben Durchgängen gewinnt das Team HSV 300 Spartans mit Magdalena Schwertl, Fabian Resch und Sebastian Graser vor dem Team HFSC Pleasure with Preasure mit Christian Vater, Stefan Hofstadler und David Krenner.
Den oberösterreichischen Landesmeister im Teambewerb stellt ebenfalls der HFSC-Freistadt. HFSC Pleasure with Preasure mit Christian Vater, Stefan Hofstadler und David Krenner gewinnt Gold vor HFSC-Freistadt Blau mit Uwe Leitner, Roland Wagner und Gernot Alic. Bronze geht an die Mannschaft des ASKÖ FSV Linz mit Franz Kiesenhofer, Ernst Pschill und Irene Hochrieser.
Meisterschaft offen für klassische und Sportschirme
Das Besondere der diesjährigen Meisterschaft: Sie wurde zum ersten Mal offen für klassische Zielsprung-Fallschirme und schnelle Sportschirme, mit wesentlich kleinerer Fallschirmfläche und deutlich höheren Landegeschwindigkeiten, ausgetragen.
Beim klassischen Zielspringen versuchen die Wettkämpfer den Nullpunkt, mit zwei Zentimeter Durchmesser, so exakt wie möglich zu treffen. Die spezielle Bauart der klassischen Zielsprung Fallschirme erlaubt es den Fallschirmspringern, die Vorwärtsgeschwindigkeit kurz über dem Nullpunkt so weit zu reduzieren, dass sie nahezu senkrecht von oben mit der Ferse auf den Nullpunkt „steigen“ können. Abweichungen vom Nullpunkt werden in Zentimeterschritten bis 16 Zentimeter Abweichung elektronisch gemessen.
Mit schnellen Sport-Fallschirmen erreichen Springer Horizontalgeschwindigkeiten von über 100 km/h. Bei so hohen Geschwindigkeiten ist es kaum möglich, Ziele im Zentimeterbereich zu treffen. Um dennoch einen Vergleich zwischen Klassischen Zielschirmen und schnellen Sportschirmen zu ermöglichen, hat der HFSC-Freistadt in den vergangenen Jahren ein entsprechendes Verfahren entwickelt, bei dem Wettkämpfer mit kleinen Sportschirmen im Zentrum einer 2,5 Meter breiten und 30 Meter langen Landezone einen 20 Zentimeter großen Nullpunkt treffen müssen. Abweichungen vor und nach dem Nullpunkt werden im Halbmeterbereich gemessen. Eine Abweichung von 50 Zentimetern in der Landezone für schnelle Sport-Fallschirme entspricht einer Abweichung von einem Zentimeter vom Nullpunkt auf der elektronischen Scheibe für klassische Zielspringer.
Der HFSC bereitet sich nun schon auf ein großes Event vor: Im Jänner 2017 kehrt der Para-Ski Weltcup zurück ins Mühlviertel!


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