Gefährliche Jäger aus dem Hinterhalt senken Wohlfühlfaktor der Favoriten
BEZIRK FREISTADT. Als Topfavoriten gehen drei Piloten in die von Tips präsentierte 35. Internationale LKW Friends on the Road Jännerrallye by LT1. Das Länderspiel von 3. bis 5. Jänner 2020 heißt Salzburg gegen Oberösterreich.

„Vom ersten Kilometer weg muss ich Vollgas geben, sonst bin ich ohnehin chancenlos“, befürchtet der regierende Staatsmeister Hermann Neubauer aus St. Michael im Lungau – und spricht damit direkt zwei Mühlviertler Benzinbrüder an.
Duell Simon gegen Julian
„Es ist kein Geheimnis, dass ich auf der Jännerrallye schnell sein kann“, schmunzelt der selbstbewusste Simon Wagner, erinnert jedoch auch daran, „dass ich hier schon ein paar Mal in sehr aussichtsreicher Position ausgefallen bin“. Titelverteidiger und Bruder Julian, der 2019 die Konkurrenz mit mehr als acht Minuten Vorsprung auf den ersten Verfolger in Grund und Boden fuhr, visiert den österreichischen Meistertitel an und ist deshalb vorsichtiger. „Wichtig ist, ins Ziel zu kommen. Die Meisterschaft wird ganz sicher nicht im Mühlviertel entschieden.“
Trio mit besten Aussichten
Mit Angriffen aus dem Hinterhalt nicht sparen wollen drei Oberösterreicher, die ihr Hand- beziehungsweise Fußwerk ebenfalls bestens verstehen. „Ich werde mit einer gewissen Leichtigkeit in das Rennen gehen. Vielleicht ist ja das ein Erfolgsgeheimnis“, verrät Johannes Keferböck. Als Jännerrallye-Sieger 2018 weiß der Pregartner genau, wie sich ein Heimtriumph anfühlt.
Durchaus mehr als nur Außenseiterchancen darf man auch Mitterkirchens Brunnenbauer Gerald Rigler und Busunternehmer Gerhard Aigner aus Vorchdorf einräumen.
Mitsubishi statt Ford
Als krasse Außenseiter zumindest abschnittsweise aufzeigen wollen – und werden – weitere sehr ortskundige Mühlviertler Lokalmatadore. Allen voran Bäckermeister und „Urgestein“ Ernst Haneder, der zur publikumsträchtigen Bolidenpräsentation in das Zentrum von Freistadt bat und in Begleitung von Mitbewerbern wir Johann Seiberl, Manuel Wurm, Markus Stockinger, Harald Schinagl und Rudolf auch den bald vierzigjährigen Moderator und Life Radio Reporter Georg Duschlbauer überraschte. „Weil es Probleme mit einem Ersatzteil gab, mache ich mich nicht wie ursprünglich geplant auf einem angemieteten Ford Fiesta R5 auf den Weg, sondern mit meinem privaten Mitsubishi Lancer EVO IX.“
Erfahrene Aufsichtsorgane
Zum dritten Mal in Serie führen Ex-Weltmeister Peter Müller und der Bayer Johann Bauer als Rennleiter Regie beim ersten Staatsmeisterschaftslauf des neuen Jahres. „Wir sind voll auf Kurs und alles läuft bestens“, bestätigt Müller. Der ehemalige Top-Beifahrer aus Niederösterreich holte sich im Jahr 2000 an der Seite von Manfred Stohl in WM-Titel in der Gruppe N.
Von Müller und Bauer felsenfest überzeugt ist auch OK-Chef Mario Klepatsch. „Viel Ruhe und Übersicht strahlte das Duo auch bereits bei den vorangegangenen beiden Jännerrallyes aus. Also gab es keinen Grund, den beiden nicht wieder das Vertrauen auszusprechen.“
Deutschland und Österreich
Ein deutsch-österreichisches Gespann spielt seine Umsicht auch auf zwei besonders wichtigen Sicherheitspositionen aus. Als Chef-Sicherheitsoffizier agiert Martin Zurhoff aus der Rallye-Hochburg Pößneck in Thüringen. Sein Stellvertreter kommt mit dem genauso erfahrenen Routinier Gottfried Mannsberger aus dem Neunkirchen/Niederösterreich.


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