Österreichische Staatsmeisterschaft im Orientierungsreiten und Europacupwertung
SCHÖNAU. Der Reitpark Gstöttner in Schönau war im Juni Austragungsort der Staatsmeisterschaft und der Europacupwertung im Orientierungsreiten (TREC).

Die Teilnehmer reisten am Freitag aus verschiedenen Teilen Österreichs, aus Deutschland und sogar den Niederlanden an. Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Pferde der Teilnehmer auf ihre Verfassung durch einen Tierarzt geprüft, dem sogenannten Vet-Check. Darauf folgte die Reiter- und Richterbesprechung. Am zweiten Tag stand die erste der drei Teilprüfungen auf dem Programm – der Orientierungsritt, in der Fachsprache POR genannt. Dabei muss der Reiter mit Hilfe von Kompass und einer zuvor abgezeichneten Karte den richtigen Weg und im für diese Etappe vorgeschriebenen Tempo reiten. Dies wird nach jeder Etappe durch Richter an den Check-Points kontrolliert.
Nach einem halben Tag Erholung für Pferd und Reiter ging es am Sonntagmorgen wieder weiter mit einer erneuten tierärztlichen Verfassungsprüfung der Pferde. Gleich anschließend ging es zur zweiten Teilprüfung der Veranstaltung – der MA. Dabei handelt es sich um eine Dressurprüfung, bei der der langsamste Galopp und der schnellste Schritt verlangt werden. Am Nachmittag folgte dann die dritte und für die Zuschauer interessanteste Teilprüfung, die PTV, bei der ein Aufgabenparcours mit 16 Stationen, mit den klingenden Namen wie „Hängende Äste“, „Labyrinth“ oder „Einhändige Acht“, zu bewältigen war. Bei diesen Aufgaben werden Gehorsam, Geschicklichkeit, Mut und Vertrauen des Pferdes unter dem Sattel und an der Hand überprüft.
In der Klasse A konnte sich der Schönauer Michael Kriechbaumer mit seinem Pferd Aras und 428 Punkten vor der Alexandra Trudenberger und der Kärntnerin Beate Cekoni-Hutter behaupten. In der Klasse C gewannen Ivo Frey bei den Senioren und Sophia Brandstetter bei den Junioren den ersten Platz. Klasse E gewann Anika Dafert aus Salzburg.
Orientierungsritt der Mühlviertler Wanderreiter
Da orientieren im Gelände eine der Grundlangen für das Wanderreiten darstellt und diese Form des Freizeitreitens auf der Mühlviertler Alm sehr stark vertreten ist, lag es für den Veranstalter Fritz Kriechbaumer auf der Hand, die neue Kategorie „Orientierungsritt der Mühlviertler Wanderreiter“ ins Leben zu rufen. Acht Gruppen von je zwei bis vier Reitern stellten sich der Herausforderung, eine auf der Karte vorgegebene Strecke im für jede Etappe vorgeschrieben Tempo zu absolvieren. Dabei standen für die Teilnehmer der Spaß am gemeinsamen Reiten und das Genießen der wunderschönen Reitstrecke im Vordergrund. Am Nachmittag zeigten die Wanderreiter ihre Geschicklichkeit auf den zehn Stationen des Aufgabenparcours, der sich vom großen Reitplatz des Reitparks Gstöttners bis zur Pferdeschwemme erstreckte. Am Ende des Tages wurde die beste Gruppe mit dem „Großen Preis der Wanderreiter“ ausgezeichnet und anschließend bei Livemusik in geselliger Runde gebührend gefeiert.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden