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Faustball: Freistädterinnen sind erstmals Staatsmeisterinnen, Männer holen Silber

Mag. Michaela Maurer, 25.02.2024 17:01

FREISTADT. Das Frauenteam der Union Compact Freistadt holt erstmals den Hallen-Staatsmeistertitel, für das Männerteam gab es Silber.

Gold und Silber für die Union Compact Freistadt (Foto: Erwin Pils/ÖFFB)
  1 / 10   Gold und Silber für die Union Compact Freistadt (Foto: Erwin Pils/ÖFFB)

In Enns wurden an diesem Wochenende die Staatsmeistertitel im Hallenfaustball vergeben. Vor ausverkauftem Haus entwickelte sich das Endspiel der Frauen zwischen Freistadt und Nußbach zu einem wahren Krimi. Beide Teams begannen stark und das Match war von Anfang an ausgeglichen. Nach einem 1:1 in Sätzen machten vermehrte Eigenfehler der Freistädterinnen den Unterschied aus, was zu einem klaren Satzgewinn für Nußbach führte. Nach dem Seitenwechsel wandte sich das Blatt. Nun kämpften die Kremstalerinnen mit Eigenfehlern, Freistadt kam wieder ins Spiel und glich zum 2:2 aus. Auch der nächste Satz ging an Freistadt, doch Nußbach behielt die Nerven und erzwang den 3:3 Satzausgleich. Im entscheidenden siebten Satz verwandelte die brasilianische Angreiferin Cecilia Jaques den Matchball zum 11:8 und sicherte Freistadt nach einem fast zweistündigen Marathonmatch den ersten Staatsmeistertitel der Vereinsgeschichte. „Wir haben Jahre lang hart trainiert und sind sehr stolz, dass wir uns heute den Traum vom Staatsmeistertitel erfüllen konnten“, sagt Kapitänin Laura Priemetzhofer.

Vöcklabruck ließ Freistadt keine Chance

Im Halbfinale siegte Freistadt gegen Urfahr noch mit 4:2 und zog damit ins Endspiel gegen Grunddurchgangssieger Vöcklabruck ein. Trotz eines Raketenstarts der Linzer hielten die Mühlviertler immer wieder gekonnt Paroli und forcierten nach rund 50 gespielten Minuten ein 2:2 in Sätzen. Ab da zeichnete sich jedoch eine leichte Trendwende im Match ab, da die Freistädter um Kapitän Jean Andrioli ihre Chancen besser nutzten um so nach mehr als eineinhalb Spielzeit einem ebenbürtigem Urfahraner Team einen 4:2 Sieg abzuringen. „Wir haben leider nicht die Leistung gezeigt, die wir uns vorgenommen haben“, analysierte Urfahr-Zuspieler Stefan Wohlfahrt. „Unser Team ist erst ab dem vierten Satz ins Rollen gekommen“, sagt Freistadt-Kapitän Jean Andrioli.

Im Endspiel der Männer kam es zum Schlagabtausch zwischen Grunddurchgangssieger Vöcklabruck und Titelverteidiger Freistadt. Gleich im ersten Satz stellte Vöcklabruck-Angreifer Karl Müllehner seine Klasse unter Beweis und punktete nach Belieben. Im zweiten Satz holten sich die Braustädter das Momentum zurück und stellten auf 1:1. Danach spielte Vöcklabruck souverän und holte Punkt um Punkt. Sehr zum Jubel ihrer treuen Fangemeinde, der sogenannten „Gelben Wand“. Den Matchball verwandelte Maximilian Huemer nach einer Stunde und zehn Minuten. „Nach dem Sieg im Grunddurchgang waren wir auch heute Favorit. Das hat sich außer im zweiten Satz im gesamten Spiel gezeigt“, sagt Vöcklabruck-Kapitän Jakob Huemer. „Unsere Fans waren unglaublich und haben uns enorm gepusht. Danke dafür!“, so Huemer. „Das gestrige Halbfinale steckte uns noch in den Knochen. Vöcklabruck war uns haushoch überlegen. Wir sind froh, dass wir auch unsere jungen Kaderspieler einsetzen konnten und freuen uns über Silber“, sagt Andrioli.


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