Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

1,1 Sekunden entscheiden: Wagner schlägt Lengauer im ultimativen Rallye-Showdown

Mag. Claudia Greindl, 16.03.2026 10:27

LEUTSCHACH/BEZIRK FREISTADT. Die Rebenland Rallye 2026 lieferte besonders aus heimischer Sicht Spannung bis zur letzten Sekunde: Simon Wagner setzte sich nach einem packenden Duell gegen Michael Lengauer nur knapp durch. 

Fünfter Sieg bei der Rebenland Rallye in Folge: Simon Wagner (Foto: Harald Illmer)
  1 / 2   Fünfter Sieg bei der Rebenland Rallye in Folge: Simon Wagner (Foto: Harald Illmer)

Die Rebenland Rallye 2026 entwickelte sich über weite Strecken zur großen Bühne für den Oberösterreicher Michael Lengauer. Der Lokomotivführer aus Grünbach bei Freistadt überraschte die Experten mit einer beeindruckenden Leistung und setzte den Favoriten Simon Wagner ausgerechnet in dessen „Wohnzimmer“ lange Zeit massiv unter Druck. Der fünffache Staatsmeister galt als Sieger der vergangenen vier Jahre auch heuer als klarer Favorit auf den Erfolg.

Lengauer reiste jedoch mit großem Selbstvertrauen in die Südsteiermark und hatte bereits im Vorfeld betont, dass er um den Sieg mitkämpfen wolle – auch wenn ihm die enorme Stärke Wagners bewusst war.

Sechs Bestzeiten

Mit sechs Bestzeiten in den ersten sechs Sonderprüfungen am ersten Tag untermauerte der schnelle Skoda-Pilot seine Ambitionen eindrucksvoll. Mit einem Vorsprung von 24 Sekunden auf Wagner ging Lengauer in den zweiten und entscheidenden Renntag.

Dort versuchte Wagner am Morgen sofort, Druck aufzubauen und Lengauer mit schnellen Zeiten zu verunsichern. Mit drei Bestzeiten auf den ersten drei Prüfungen gelang ihm das zunächst auch. Doch mitten in Wagners Aufholjagd schlug Lengauer zurück. Ausgerechnet auf den beiden langen Rundkursen Eichberg (14,7 Kilometer) und Schlossberg (20,7 Kilometer), auf denen viele einen Großangriff Wagners erwartet hatten, konterte Lengauer mit zwei Bestzeiten und setzte damit scheinbar den entscheidenden Schlag.

Ein Ausrutscher als Gamechanger

Den Rest der Rallye wollten Lengauer und Copilot Jürgen Rausch kontrolliert zu Ende fahren und den möglichen Triumph ohne unnötiges Risiko ins Ziel bringen. Doch dann sorgte ein kurzer Regenschauer für eine dramatische Wende. Auf der vorletzten Prüfung in Schlossberg rutschte Lengauer von der Strecke in eine Wiese – sein erster Fehler an diesem Wochenende. Ein Fehler, mit dem wohl selbst Wagner nicht mehr gerechnet hatte, den dieser jedoch eiskalt ausnutzte.

Aus einem Vorsprung von 24,9 Sekunden blieben Lengauer für die letzten 7,7 Kilometer der Powerstage in Eichberg nur noch 1,3 Sekunden. Ein packender Nervenkrimi war eröffnet, ein Showdown, mit dem zuvor kaum noch jemand gerechnet hatte.

1,1 Sekunden entschieden

Am Ende setzte sich Simon Wagner im allerletzten Moment durch und feierte seinen fünften Sieg in Leutschach in Folge. Nur l 1,1 Sekunden entschieden die Rebenland Rallye 2026. Zurück blieb mit Michael Lengauer ein Fahrer, der trotz Platz zwei als tragischer Held des Wochenendes in Erinnerung bleibt.

Platz drei ging mit deutlichem Rückstand auf das Spitzenduo an den Weizer Kevin Raith im Ford Fiesta Rally2. Er wurde damit nicht nur bester Steirer, sondern schaffte mit seinem Podestplatz auch den Sprung in die Liste der österreichischen Prioritätsfahrer.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden