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Zufriedenstellend fällt die Ernte-Bilanz 2016 für den Bezirk Freistadt aus. Reichlich Niederschlag ließ das Wiesen- und Feldfutter sowie den Silomais prächtig gedeihen, auch dem Wald tat der viele Regen gut. Abschläge mussten die Landwirte allerdings bei der Getreide-Qualität und im Obstbau machen.

  1 / 2   Beim Getreide waren die Erträge gut, aber teilweise hat die Qualität durch das feuchte Wetter gelitten. Foto: Weihbold

„Der intensive Niederschlag brachte einen sehr zufriedenstellenden Ernte-Ertrag beim Wiesen- und Feldfutter. Ebenso beim Silomais, sofern er nicht auf schweren, lehmigen Böden angebaut wurde“, berichtet Johannes Gahleitner, Dienststellenleiter der Bezirksbauernkammer Freistadt. Auch die Getreideernte fiel, was die Menge betrifft, gut aus.

„Leider sind durch den Regen manche Felder „abgesoffen“, was die Qualität des Getreides teilweise beeinträchtigt hat“, sagt Gahleitner. Des Öfteren sei es vorgekommen, dass Mähdrescher im vom Regen durchweichten Erdreich einsanken und mit Hilfe von Seilwinden und Baggern wieder flott gemacht werden mussten.

Mehr Silage, weniger Heu

Die Heuernte sei im heurigen Erntejahr eher schwierig gewesen. „Überwiegend wurde Silage eingefahren, die nur ein Trocknungszeit von einem Tag gegenüber drei Tagen beim Heu hat.“

Probleme bereitete der Spätfrost im Frühjahr im Obstbau bei den früh blühenden Obstbäumen wie etwa Kirschen und auch bei den Nussbäumen.

Nach einem trockenen Jahr 2015, das dem Borkenkäfer einen idealen Nährboden bot, tat das nasse Jahr 2016 dem Wald sehr gut. „Das feuchte Wetter hat die Ausbreitung der Käfer beeinträchtigt. Zum Glück, muss man sagen, sonst hätten wir ein Riesenproblem gehabt“, weiß Gahleitner.

Einige wenige Hektar Wiese fielen im Bezirk Freistadt Dachsen zum Opfer. Nämlich insofern, als Meister Grimbart auf der Suche nach einer seiner Leibspeisen – Engerlinge – die Wiesen umgegraben hat. „Mein Rat an die Landwirte in so einem Fall ist, den Dachs in Ruhe zu lassen, da er die Engerlinge stark dezimiert. Diese fressen nämlich die Graswurzeln ab, sodass ganze Wiesen plötzlich braun sind. Im Frühjahr muss die Wiese dann gefräst und neu angelegt werden.“

Preisverfall bei der Milch als größte Sorge

Die größte Sorge bereitete den Landwirten der Preisverfall bei der Milch. „Teilweise sind die Preise für einen Liter Milch unter 25 Cent gefallen. Das sind keine Preise, von denen man nachhaltig leben kann“, gibt der Dienststellenleiter der Bezirksbauernkammer zu bedenken.


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