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FREISTADT. Drei wichtige Themen liegen der Betriebsrätin des Landeskrankenhauses, Silvia Rentenberger-Enzenebner, besonders am Herzen: eine Kinderstation, ein MR-Gerät und die Pflege.

Silvia Rentenberger-Enzenebner ist seit Februar 2016 Betriebsratsvorsitzende. Foto: gespag
Silvia Rentenberger-Enzenebner ist seit Februar 2016 Betriebsratsvorsitzende. Foto: gespag

„Eine Gesundheitsvorsorge in unmittelbarer Nähe ist enorm wichtig. Deshalb müssen wir auch die bestmögliche Versorgung für unsere Bürger bieten können. Ein Magnetresonanz (MR)-Gerät und eine Kinderstation sind im Landeskrankenhaus dringend notwendig“, appelliert Rentenberger-Enzenebner an die Politik. Die Betriebsrätin sieht das Krankenhaus als wichtige Einrichtung in der Basisversorgung. „Nicht jedes Krankenhaus muss alles bieten können, ich bin für Spezialisierungen. Aber eine Kinderstation gehört für mich zur Basisversorgung!“ Immer wieder müssen Kinder und Babys nach Linz verlegt werden, währenddessen die Mutter in Freistadt versorgt wird. Mit einer Kinderstation in der Bezirkshauptstadt könnte die ganze Familie das Kind und die Mutter unterstützen.

„Ein MR-Gerät ist dringend notwendig“

Zu einer Basisversorgung gehört für die Betriebsrätin an Landeskrankenhaus auch ein MR-Gerät. „Die Wartezeit auf einen MR-Termin beträgt für ambulante Patienten vier bis sechs Wochen! Das ist unzumutbar. Mit der anschließenden Rehabilitation fehlen Patienten oft mehrere Wochen bis Monate in der Arbeit. Nicht jeder Arbeitgeber kann oder will sich das leisten“, warnt Rentenberger-Enzenebner. „Im ganzen Mühlviertel steht kein MR-Gerät, alle müssen dafür nach Linz pendeln. Wie wirtschaftlich ist das?“ Die Auslastung für eine Kinderstation und auch das MR-Gerät wäre gegeben, meint Rentenberger-Enzenebner. Ein weiteres Problem, auf das die Betriebsrätin im Tips-Gespräch aufmerksam gemacht hat, ist der Ärztemangel und die daraus resultierende steigende Anforderung an das Pflegepersonal. „Ich bewundere unser Personal enorm, sie leisten Großartiges! Die Zugangsbeschränkung an den Medizinuniversitäten muss aufgehoben werden. Hier ist die Politik gefragt. Wir sind ein Sozialstaat, bei der Gesundheit darf nicht gespart werden“, will die Kefermarkterin auf die Probleme in der Gesundheitsversorgung aufmerksam machen. Mehr als 10.000 Patienten versorgten die Ärzte und Mitarbeiter des Landeskrankenhauses im vorigen Jahr. „Ich möchte alle wachrütteln, gemeinsam für unser Haus einzustehen.“


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