Rückschlag auf dem Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen steigt im Juni um fast fünf Prozent
FREISTADT. Im Juni steigt die Zahl der Arbeitslosen im Jahresabstand um 4,7 Prozent (37 Frauen/sieben Männer). Der Bezirk Freistadt ist damit im Juni der einzige Bezirk Oberösterreichs mit steigenden Arbeitslosenzahlen. „Schuld an diesem Anstieg sind vor allem vermehrte Arbeitslosmeldungen von Personen, die vorwiegend in Hilfsberufen und im Fremdenverkehr gearbeitet haben“, erklärt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer.

Im Juni meldeten sich um 53 Personen mehr beim AMS zur Arbeitsuche an, als im Juni des Vorjahres. Trotz dieses leichten Anstiegs liegt der Bezirk mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent immer noch im Spitzenfeld der OÖ Bezirke und deutlich unter dem OÖ Schnitt von 5 Prozent. „Ich bin davon überzeugt, dass sich dieser Trend bald wieder umkehren wird, denn die Zahl der offenen Stellen steigt laufend“, sagt Rudlstorfer.
Betriebe suchen Mitarbeiter
Bei den Betrieben im Bezirk sind derzeit 405 Stellen unbesetzt. Das sind um fast 30 Prozent (+93) mehr, als im Vergleichsmonat des Vorjahres. „Da es unter den Arbeitsuchenden immer weniger Personen ohne Vermittlungseinschränkungen gibt, versuchen wir durch das Anbieten von Lohnkostenzuschüssen Bertriebe dazu zu bewegen, auch dieser Kundengruppe eine Chance auf eine Beschäftigung zu geben“, sagt Rudlstorfer.
Genug Lehrstellen im Bezirk
Sehr gut sieht es derzeit für Lehrstellensuchende aus. Den 58 Lehrstellensuchenden (29 Mädchen/29 Burschen) stehen alleine im Bezirk Freistadt 104 offene Lehrstellen zur Verfügung. „Leider finden trotz dieser sehr guten Ausgangslage nicht alle Jugendlichen tatsächlich eine passende Lehrstelle“, sagt der Freistädter AMS Leiter. Die Gründe dafür reichen von mangelnder Erreichbarkeit des Lehrbetriebes wegen fehlender öffentlicher Verkehrsmittel über den nicht vorhandenen Wunschlehrberufes bis zu gesundheitlichen Einschränkungen des Lehrstellensuchenden oder einfach nur sehr schlechten Zeugnisse. „Auch hier unterstützen wir mit Förderungen“, sagt Rudlstorfer. Betriebe, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Lehrlinge aufnehmen erhalten auf Antrag eine Lehrstellenförderung. Bei über 18-jährigen Lehrlingen kann die Förderung bis zu 755 Euro monatlich betragen.


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